Pressemitteilung | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Hilfe für Hochwasseropfer - Johanniter richten Beratungstelefone ein

(Berlin) - Retten was zu retten ist, hieß das Motto in der Stunde der Not. „Sandsäcke stapeln, Möbel sichern, Keller abpumpen, da bleibt keine Zeit zum Nachdenken“, sagt Konrad Ledwa, Johanniter Kreisvorstand in Dessau. Jetzt kommen viele der Flutopfer zum ersten Mal zur Besinnung. Die Welle der Zerstörung hat auch Spuren in der Seele hinterlassen. Ledwa weiß wovon er spricht: „In Orten wie Jeßnitz oder Prettin hatten wir schon vor der Flut eine Arbeitslosigkeit von 50 Prozent. Einige Menschen packen jetzt Existenzängste bis hinzu Selbstmordgedanken.“ Die Dessauer Johanniter haben deswegen ein Beratungstelefon eingerichtet, das mit zwei Sozialarbeitern besetzt ist. Diese helfen Flutgeschädigten nicht nur bei Anträgen, Behördengängen und beim Umgang mit den Banken, sondern vermitteln auch kompetente psychologische Betreuung. „Der Wiederaufbau wird hier zur gesellschaftlichen Aufgabe“ so der Johanniter Kreisvorstand. Deswegen beteiligen sich die Johanniter in Prettin und Jeßnitz auch an der Instandsetzung des Jugendclubs und des Vereinsheims.

Insgesamt haben die Johanniter inzwischen 50 Projekte mit einem Finanzvolumen von zirka 4 Millionen Euro in den von der Flut betroffenen Gebieten gestartet. Im Vordergrund steht die Rehabilitation sozialer Einrichtungen. „Besonders die Situation der Kinder und Jugendlichen liegt uns am Herzen.“, so der Leiter der Koordinierungsstelle in Berlin, Sebastian Böstel. 18 Projekte gelten daher der Instandsetzung von Spielplätzen, Kindergärten und Jugendclubs bis hin zum Neubau.

Für diese und weitere Hilfsmaßnahmen sind die Johanniter dringend auf Spenden angewiesen:

Konto: 88 88
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ: 370 205 00
Stichwort: Hochwasser

Quelle und Kontaktadresse:
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Lützowstr. 94 10785 Berlin Telefon: 030/269970 Telefax: 030/26997444

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