Pressemitteilung | Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth (IHK)

IHK- Konjunkturbefragung: Die Zeichen stehen auf Aufschwung

(Bayreuth) - Die Erholung in der oberfränkischen Wirtschaft setzt sich offenbar mit großen Schritten fort. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth. Im Vergleich zum Jahresbeginn hat sich die Beurteilung der Geschäftslage spürbar verbessert und auch die Zukunftseinschätzungen konnten weiter zulegen. Der Konjunkturklimaindikator springt um 12 auf 117 Punkte. Überraschend positiv entwickeln sich auch die anderen Frühindikatoren der regionalen Wirtschaft: die Investitionsneigung, die Erwartungen zur Beschäftigtenentwicklung und die Prognosen zum Exportgeschäft steigen zum Teil deutlich. "Auf der Basis dieser Ergebnisse können wir zuversichtlich in die Zukunft schauen. Die Zeichen in Oberfranken stehen eindeutig auf Aufschwung", so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans F. Trunzer.

Nach einem verhaltenen 1. Quartal ist der Konjunkturmotor in der oberfränkischen Wirtschaft angesprungen. Die Einschätzung der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage verbessert sich weiter und kehrt erstmals seit September 2008 wieder in den positiven Bereich zurück. 30 Prozent der Befragten nennen ihre Geschäftslage gut (Januar: 23 Prozent), nur noch 21 Prozent (Januar: 24 Prozent) bewerten sie negativ. Die Beurteilungen zur aktuellen Geschäftslage haben sich in nahezu allen Branchen verbessert. Vor allem in der oberfränkischen Industrie kann ein regelrechter Stimmungsumschwung registriert werden: hier beurteilen 28 Prozent der befragten Unternehmen ihre Lage positiv (Januar: 20 Prozent), nur noch 19 Prozent (Januar: 29 Prozent) bewerten sie negativ. "Die Auftragslage sieht in vielen oberfränkischen Industriebetrieben wieder besser aus, die Aufträge aus Aus- und Inland sind gestiegen. Diese Entwicklung stimmt zuversichtlich, ist doch die Industrie das Schwungrad der oberfränkischen Wirtschaft", so Trunzer.

Erwartungen machen Mut

Auf Basis der guten Geschäftslage machen laut IHK jedoch vor allem die hohen Erwartungen der oberfränkischen Unternehmer an die Zukunft Mut. Die Mehrzahl der Unternehmen rechnet damit, dass die Wirtschaft im laufenden Jahr kräftig wächst: 37 Prozent (Januar: 29 Prozent) erwarten im Laufe des Jahres eine weitere Verbesserung der Geschäftslage, nur noch 12 Prozent (Januar: 18 Prozent) eine Verschlechterung. Die höchsten Erwartungen hegen das Transportgewerbe (50 Prozent), die Industrie (39 Prozent) und der Handel (38 Prozent). Der Optimismus ist auf breiter Front und in allen Branchen in die oberfränkische Wirtschaft zurückgekehrt.

Konsum unterstützt Aufschwung

Begründet ist dies zum einen durch die spürbare Stabilisierung der Exportmärkte weltweit, insbesondere in den Schwellenländern Asiens und Südamerikas. Davon profitiert die deutsche Exportwirtschaft. In Oberfranken erwarten laut IHK-Befragung 42 Prozent der Unternehmen über alle Branchen hinweg ein stärkeres Auslandsgeschäft, die Exportquote der oberfränkischen Industrie ist bereits wieder kräftig gestiegen. Zudem nimmt die deutsche Binnenkonjunktur an Fahrt auf. Hier zeigen sich laut Trunzer insbesondere die positiven Auswirkungen der Kurzarbeit. "Durch die Kurzarbeit konnten viele oberfränkische Betriebe ihre qualifizierten Fachkräfte auch während der Krise halten und können nun ohne Zeitverlust wieder durchstarten." Auch die Belegschaften sind entsprechend optimistisch gestimmt und rechnen mit steigenden Einkommen. Die Aufwärtsentwicklung der Konjunktur dürfte im laufenden Jahr daher zusätzlich durch den Konsum unterstützt werden, so Trunzer.

IHK: Hoffnung aber keine Entwarnung

Auch die Investitionsneigung der oberfränkischen Betriebe liegt mit 91 Prozent höher als im Januar und erreicht Werte wie zuletzt vor der Finanzkrise. Hoffnungsvolle Signale gibt es ebenfalls für den regionalen Arbeitsmarkt: 18 Prozent der Befragten planen mit einer zunehmenden Beschäftigtenzahl, nur noch 17 Prozent mit einer abnehmenden. Trotz der positiven Ergebnisse warnt der IHK-Hauptgeschäftsführer aber vor einer vorschnellen Entwarnung. "Die Zeichen stehen in Oberfranken auf Aufschwung. Das gibt Anlass zur Hoffnung, für eine Entwarnung ist es aber nach wie vor zu früh." Es werde Jahre dauern, den tiefen konjunkturellen Einbruch des vergangenen Jahres ausgleichen zu können. Die mittelständischen Unternehmen in Oberfranken scheinen aber dafür gut gerüstet zu sein. "Die oberfränkischen Betriebe scheinen die Krise vergleichsweise gut überstanden zu haben, auch dank der Möglichkeiten durch das Instrument der Kurzarbeit. Der Optimismus ist zurückgekehrt."

Die IHK für Oberfranken Bayreuth befragt dreimal jährlich ca. 800 ihrer derzeit rund 50.000 Mitgliedsunternehmen aus allen Branchen im Rahmen einer repräsentativen Konjunkturumfrage. Der komplette Konjunkturbericht steht unter www.bayreuth.ihk.de zum Download bereit.

Quelle und Kontaktadresse:
Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth (IHK) Pressestelle Bahnhofstr. 23-27, 95444 Bayreuth Telefon: (0921) 886-0, Telefax: (0921) 886-9299

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