Pressemitteilung | Gewerkschaft der Polizei (GdP) - Landesbezirk Bayern

Keine Gentests ohne ausreichendes Personal

(München) - Der schnelle Erfolg im Mordfall Mooshammer zeigt erneut die Leistungsfähigkeit der Bayerischen Polizei, so die Reaktion der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Anstelle eines Lobes für die ausgezeichnete Arbeit, kommt von Ministerpräsident Stoiber die populistische Forderung nach mehr Rechtsgrundlagen für die Abnahme genetischer Fingerabdrücke. Ein aus Sicht der Polizei zwar absolut notwendiger Ansatz, mit dem von Stoiber ausgelösten drastischen Personalabbau bei der Polizei jedoch unvereinbar, sagte GdP-Landesvorsitzender Gerhard Keller.

Keller: „Auch hier zeigt sich wieder die Unkenntnis von Abläufen und Personalbedarf bei der Polizei, gerade bei der Bearbeitung von spektakulären Ereignissen. Anstatt eine erfolgreiche Polizeiorganisation zu erhalten, wird sie durch unverständliche Reformbestrebungen bei der Polizei massiv beeinträchtigt.“

Gesetzliche Grundlagen sind für die Gewerkschaft der Polizei nur die eine Seite der Medaille. Die Abnahme von genetischen Fingerabdrücken und ihre Auswertung sind jedoch äußert personal- und kostenintensive Maßnahmen, die nicht irgendwie nebenbei erledigt werden können. Dies gilt vor allem für die retrograde Erfassung solcher Daten. Deshalb sind Personalabbau und die Forderung nach mehr Gentests kontraproduktiv.

Unverständlich für die GdP sind auch die ablehnenden Haltungen von Grünen und FDP, die mit ihren Vorstellungen von moderner Polizeiarbeit offensichtlich noch am Gipsabdruck einer aufgefundenen Schuhspur hängen geblieben sind.

Keller: „Innere Sicherheit und den Anspruch der Bürger auf optimale Polizeiarbeit bei der Verbrechensbekämpfung gibt es nicht zum Nulltarif, weder rechtlich noch finanziell.“

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft der Polizei Landesbezirk Bayern Hansastr. 17, 80686 München Telefon: 089/57838801, Telefax: 089/57838810

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