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Pressemitteilung

Bitkom zum Abschlussbericht der Enquete-Kommission "Künstliche Intelligenz"

(Berlin) - Zur heutigen Übergabe des Abschlussberichts der Enquete-Kommission "Künstliche Intelligenz" des Bundestages erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

"Die Enquete-Kommission 'Künstliche Intelligenz' hat gut zwei Jahre intensiver Arbeit hinter sich, und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Abschlussbericht ist ein Mammutwerk, das einen einzigartigen Überblick über Künstliche Intelligenz und mögliche politische Flankierungen gibt. So wurde ein Referenzwerk geschaffen, das über den Tag hinaus wirkt.

Künstliche Intelligenz ist eine, wenn nicht die entscheidende Zukunftstechnologie. Es war wichtig, dass der Bundestag eine Kommission aus Abgeordneten und Experten eingerichtet hat, die sich mit dem KI-Einsatz in unterschiedlichen Lebensbereichen beschäftigt. Der Bericht der Enquete-Kommission gibt einen guten Überblick, mit welchen Entwicklungen sich die Politik weiterhin befassen muss und wo sie ihre Einflussmöglichkeiten nutzen sollte.

Dabei gilt: Eine breite Mehrheit von zwei Dritteln der Bundesbürgern sieht in KI vor allem eine Chance. Diese Chancen gilt es jetzt auch zu nutzen. Dabei kommt dem Umgang mit Daten eine herausragende Bedeutung zu. Das Leitbild der Datensparsamkeit muss durch Datenverfügbarkeit und Datensouveränität ersetzt werden. Daten sind viel zu kostbar, als dass wir es uns leisten können, dauerhaft auf ihre Nutzung zu verzichten. Darüber hinaus müssen wir bei KI-Forschung und KI-Förderung verstärkt die Anwendung in den Branchen in den Fokus rücken. Es muss darum gehen, Künstliche Intelligenz dorthin zu bringen, wo sie ihr Potenzial entfalten kann, also zum Beispiel in den Mittelstand, aber auch in die Verwaltungen. Damit uns dies künftig noch besser gelingt, brauchen wir jetzt eine KI-Bildungsoffensive, um ein breites gesellschaftliches Verständnis von KI und ihren Auswirkungen zu schaffen.

Völlig in die falsche Richtung gehen dagegen Forderungen nach einer eigenständigen KI-Regulierung. Gesetze sollten immer technologieneutral sein und Regulierungsansätze sollten sich mit der Wirkung von Technologien befassen und nicht die Technologie als solche unter Generalverdacht stellen. In Fällen, wo KI-Anwendungen in Hochrisikobereichen zum Einsatz kommen, muss konsequent an bestehende Regulierung und die bestehenden institutionellen Strukturen des jeweiligen Sektors angeknüpft werden."

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)
Andreas Streim, Pressesprecher
Albrechtstr. 10, 10117 Berlin
Telefon: (030) 27576-0, Fax: (030) 27576-400
E-Mail: a.streim@bitkom.org
Internet: www.bitkom.org/
(dvf, cl)