Deutsches Verbände ForumDas Informationsportal über & für Verbände

In Kooperation mit dem Netzwerk der

In Kooperation mit dem Netzwerk der

dgvm

Deutsches Verbände ForumInformationsportal über
& für Verbände

Pressemitteilung

Krise im Wohnungsneubau abwenden - Reformvorschläge für Planungs- und Genehmigungsverfahren umsetzen

(Berlin) - "Jede Verzögerung von Bauprojekten wiegt jetzt doppelt schwer. Wir brauchen dringend effizientere und schnellere Verfahren für die Planung und Genehmigung, um eine Krise im Wohnungsneubau zu vermeiden." Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, angesichts der heute veröffentlichten Baugenehmigungszahlen.
Schick weiter: "Die Rezepte liegen auf dem Tisch: bessere Koordinierung von Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren, Vereinfachung und Digitalisierung der Genehmigungsprozesse, Harmonisierung des Baurechts zwischen den Bundesländern sowie Mobilisierung von Bauland. Die Vorschläge sollten nun - auch angesichts der konjunkturellen Folgen durch die Corona-Pandemie - endlich konsequent umgesetzt werden."

Der IVD-Präsident erinnert an das bereits im Koalitionsvertrag angekündigte Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz und die Ergebnisse der Kommission "Nachhaltige Baulandmobilisierung und Bodenpolitik", die im Sommer vergangenen Jahres vorgestellt wurden: "Wir hätten schon ein ganzes Stück weiter sein können. Optimierte Verfahren würden uns gerade jetzt helfen, den eingeschränkten Betrieb vieler Planungs- und Bauämter zu kompensieren. Die tatsächlichen Pandemiefolgen auf die Genehmigungs- und Fertigstellungszahlen sind zwar noch nicht absehbar. Es ist allerdings zu befürchten, dass es zu Einbrüchen kommen wird. Diesen muss mit schnellen Verfahren möglichst gegengesteuert werden", so Schick.

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt, wurden im ersten Quartal 2020 für insgesamt 78.600 Wohnungen Baugenehmigungen erteilt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Anzahl der Neubaugenehmigungen damit um 4,0 Prozent gestiegen. Die Zahl genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stieg um 4,4 Prozent auf 39.300. Die Zahl genehmigter Eigentumswohnungen betrug 16.800, das sind 0,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.


Über den IVD Bundesverband
Der IVD ist die Berufsorganisation und Interessensvertretung der Beratungs- und Dienstleistungsberufe in der Immobilienwirtschaft. Der IVD betreut 6.000 Mitgliedsunternehmen mit gut 100.000 Beschäftigten. Die 1.800 Wohnungsverwalter im IVD verwalten rund 3,5 Millionen Wohnungen. Die Immobilienmakler des Immobilienverbandes beraten jährlich rund 40 Prozent aller Immobilientransaktionen. Damit setzen sie über 405.000 Vermittlungen pro Jahr mit einem Transaktionsvolumen von knapp 95 Milliarden Euro um. Die Immobilienbewerter stellen die Königsklasse dar, wenn es um den Marktwert einer Immobilie geht. Zu den Mitgliedsunternehmen zählen auch Bauträger, Finanzdienstleister und viele weitere Berufsgruppen der Immobilienwirtschaft. Die Aufnahme in den IVD Bundesverband erfolgt nach Abschluss einer umfassenden Sach- und Fachkundeprüfung und gegen Nachweis des Abschlusses einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Der vollständige Name des Verbandes lautet: "Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.". Der IVD ist 2004 hervorgegangen aus den Traditionsverbänden Verband Deutscher Makler (VDM) und Ring Deutscher Makler (RDM), Bundesverband. Der IVD blickt somit auf eine langjährige Historie zurück. Der RDM hatte sich 1924 gegründet.

Quelle und Kontaktadresse:
Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.
Heiko Senebald, Leiter Kommunikation
Littenstr. 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 275726-0, Fax: (030) 275726-49
E-Mail: heiko.senebald@ivd.net
Internet: www.ivd.net
(dvf, ds)