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Pressemitteilung

CDU verhindert wichtigste Weichenstellung bei Managergehältern

(Berlin) - Der DGB hat das Ergebnis des Koalitionsausschusses zum Thema Managervergütung als unzureichend bezeichnet. "Zwar gehen die vereinbarten Punkte in die richtige Richtung, besonders die Verpflichtung, die Vergütungen an die langfristige Entwicklung der Unternehmen zu binden" sagte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel am Donnerstag (5. März 2009) in Berlin. "Doch der wichtigste Punkt wurde offenbar durch die CDU verhindert: eine klare gesetzliche Festlegung im § 76 Aktiengesetz zu schaffen, nach der Unternehmen auch im Interesse des Gemeinwohls und der Arbeitnehmer zu führen sind."

Dass ausgerechnet die CDU das Gemeinwohl als Kernbegriff der sozialen Marktwirtschaft nicht in das Aktiengesetz schreiben will beweise, dass sie aus der Krise nichts gelernt habe und an der bisherigen verfehlten Art des Wirtschaftens nichts ändern wolle, betonte Hexel. "Dabei hätte diese gesetzliche Klarstellung auch viele Manager gefreut, weil sie die Abwehr von `Heuschrecken´ und anderen anonymen Finanzinvestoren erleichtern würde." Die Koalition müsse nun zügig nachbessern, damit das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten kann.

Beispiele wie Nokia, Conti, HRE und Deutsche Bank mit aberwitzigen Renditenzielen machten deutlich, dass solche Unternehmen falsch gemanagt würden, sagte Hexel. "Zweck eines Unternehmens ist es nicht, Aktionäre und Manager reich zu machen. Die meisten Manager-Vergütungssysteme sind jedoch genau darauf ausgerichtet." Kurzfristiger Profit sei ein falsches Unternehmensziel. Andere Aspekte sollten in den Mittelpunkt gestellt werden: nachhaltiges und organisches Wachstum, das Interesse der Kunden an guten und preisgünstigen Produkten, das Interesse der Arbeitnehmer an attraktiven und sicheren Arbeitsplätzen sowie das Interesse der Zulieferer an stabilen Wertschöpfungsketten und nachhaltige Verzinsungen für Aktionäre.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
E-Mail: info.bvv@dgb.de
Internet: www.dgb.de/
(dvf)