Verbands-Presseticker
(Hannover) - Der DGB-Landesvorsitzende Hartmut Tölle erklärt zu den neuesten Armutszahlen des Landesbetriebs für Statistik: "Dass nach wie vor jeder siebte Niedersachse armutsgefährdet ist, ist dramatisch. Es ist ein deutliches Alarmzeichen, dass vor allem Kinder, Alleinerziehende und kinderreiche Familien überproportional von Armut betroffen sind. Offensichtlich bietet Niedersachsen Menschen mit Kindern nicht ausreichend Möglichkeiten, Arbeit und Familie Existenz sichernd miteinander zu vereinbaren. Stiftungen können daher nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Wir brauchen dringend strukturelle Veränderungen."
(Berlin) - Die Finanzkrise und der Konjunkturabschwung machen sich bei den Kreditversicherern durch steigende Entschädigungsleistungen bemerkbar, die die Delkredereversicherung bei Zahlungsausfällen erbringt. Dies erklärte Peter Ingenlath, Vorsitzender der Kommission Kreditversicherung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), am Donnerstag (4. Dezember 2008) in Köln. Nachdem die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2008 noch zurückgegangen sei, habe sich dieser Trend in der zweiten Jahreshälfte bereits gedreht, so dass die Kreditversicherer für 2008 erstmalig seit 2003 wieder mit einem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 3 Prozent auf dann knapp über 30.000 rechnen. Für 2009 rechnet die Branche mit einem weiteren Anstieg gegenüber 2008 um rund 12 Prozent auf mehr als 33.000 Fälle.
(Berlin) - Vorbildliche Unterstützung für die neue Reisebüro-Imagekampagne: Die Reisebüro-Kooperation TourContact fördert die Teilnahme ihrer angeschlossenen Reisebüros an der neuen Imagewerbung unter dem Slogan "Reisebüro. Hier fängt Ihr Urlaub an!" mit einem finanziellen Zuschuss. Die Zentrale übernimmt für jedes teilnehmende TourContact-Büro die Hälfte der anfallenden Kosten des All-Inclusive-Pakets. Bei diesem Angebot wählen Büros ihr Plakatmotiv, während der Standort vorgegeben wird. Das Plakat wird für eine Dekade (entspricht zehn bis elf Tage) an einem festgelegten Standort platziert. Reisebüros, die sich bis Ende Januar 2009 der TourContact-Kooperation neu anschließen, erhalten sogar den gesamten Teilnahme-Betrag erstattet.
(Berlin) - "In Westdeutschland nimmt die Wohnungsknappheit dramatische Züge an", warnt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD Bundesverbands. Durch die zurückhaltende Bautätigkeit sei der freie Wohnungsbestand in einigen westdeutschen Städten bereits unter die Ein-Prozent-Marke gerutscht. "Damit liegt er weit unter der Fluktuationsreserve von zwei bis drei Prozent, die ein funktionstüchtiger Markt für Umzüge und Sanierungsmaßnahmen dringend benötigt."
(Düsseldorf/Hamburg) - Im Rahmen der Gründungssitzung in Hamburg wurde in der letzten Woche der neue Arbeitskreis (AK) Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ins Leben gerufen. Bei dem Treffen wählten die Branchenvertreter Sten Franke (ethority GmbH & Co. KG) und Axel Schmiegelow (sevenload GmbH) zu ihren Arbeitskreisleitern. Der neue Arbeitskreis hat sich zum Ziel gesetzt, Markttransparenz herzustellen und gemeinsam mit dem Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW Standards für Social Media Plattformen zu entwickeln. Der AK Social Media soll die Interessensvertretung und das Kompetenzzentrum für Social Media Plattformen auf dem deutschen Markt werden.
(Berlin) - Der dbb beamtenbund und tarifunion appelliert an die Bundesregierung, das Hilfspaket für die Kliniken in Deutschland noch einmal spürbar nachzubessern. Frank Stöhr, Zweiter Vorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion, sagte vor dem Treffen der Spitzen der Koalitionsfraktionen und Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt mit Vertretern des bundesweiten Aktionsbündnisses zur Rettung der Krankenhäuser am 4. Dezember 2008 in Berlin: "Die bisher im Gesetzentwurf vorgesehenen Mittel reichen bei weitem nicht aus, um die Finanzierungslücke der Krankenhäuser von 6,7 Milliarden Euro zu decken. Hier muss dringend aufgestockt werden, wenn die 2100 Kliniken in Deutschland auch künftig in der Lage sein sollen, ihre Patienten zuverlässig und in angemessener Qualität zu betreuen."
(Berlin) - Die neuen Vorschläge von Bund und Ländern zur anstehenden Novelle des Gesetzes für das Bundeskriminalamt (BKA-Gesetz) sind aus Sicht des Deutschen Presserats kein wesentlicher Fortschritt, sondern ein fauler Kompromiss. Auf einer Plenumssitzung am 3. Dezember kritisierten die Mitglieder vor allem, dass die Bund-Länder-Arbeitsgruppe die Regelungen zum Zeugnisverweigerungsrecht für Berufsgeheimnisträger unverändert belassen will.
(Berlin) - European Bioplastics recently released a position paper on Life Cycle Assessment (LCA) of bioplastics outlining the opportunities and needs of the analytical tool. The paper addresses the careful and knowledgeable use of it and calls for the involvement of the industry. Bioplastics are designed on sustainability criteria thus aiming to improve environmental performance. It is of vital importance that the reliable instrument LCA is guiding the market and technology development of bioplastics and not obstructing it.
(Berlin/Düsseldorf) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bewertet die für morgen (5. Dezember 2008) angekündigte Auszeichnung der Unternehmen BASF und Volkswagen mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis als gravierende Fehlentscheidung. Die BUND-Ehrenvorsitzende Angelika Zahrnt, Mitglied der 15-köpfigen Jury, distanzierte sich von der Auswahl dieser Preisträger. BASF als Produzent einer breiten Palette umweltschädlicher Chemikalien und VW als Hersteller klimaschädlicher Spritfresser mit einem solchen Preis auszuzeichnen, "widerspreche dem Gedanken der Nachhaltigkeit", sagte Zahrnt.
(Berlin) - Anlässlich des Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember 2008 erklärt Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv): In Zeiten leerer Kassen wird allerorts die Bedeutung des Ehrenamtes hervorgehoben. Ehrenamtlich Engagierte, wie die ca. 500 000 LandFrauen, erfüllen für unsere Gesellschaft in der Tat eine unentbehrliche Aufgabe. Jedoch eines muss in diesem Zusammenhang auch klar sein: Der Staat kann sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Ehrenamtliches Engagement kann keinesfalls die wegbrechende Infrastruktur der ländlichen Räume ersetzen. Vielmehr muss der Staat seiner Verantwortung zur Daseinsvorsorge nachkommen und darüber hinaus Rahmenbedingungen schaffen, die den Nutzen ehrenamtlichen Engagements mehren.







