Verbands-Presseticker
(Bonn) - Wie die Generaldirektion Unternehmen und Industrie gestern (23. April 2008) gegenüber dem bvse erklärte, wird die EU-Kommission nicht mit einer einstweiligen Verfügung gegen das sektorale Fahrverbot auf der A 12 in Österreich vorgehen. Die Generaldirektion kündigte vielmehr weitere Rechtsgespräche mit der österreichischen Regierung an. Das bedeutet, dass das Fahrverbot ab dem 2. Mai 2008 für Abfalltransporte in Kraft tritt.
(Hamburg) - Die Zahl der gemeldeten arbeitslosen Postboten von 5693, vorwiegend aus der PIN Group, ist erst der Anfang. Nicht nur bei der PIN Group wird die Zahl weiter steigen, sondern auch bei weiteren 750 Postdiensten.
(Düsseldorf) - Vier von fünf ingenieurwissenschaftlichen Führungskräften mit Kindern würden zugunsten eines guten Kinderbetreuungsangebotes auf eine Erhöhung des Kindergeldes um zehn bis zwanzig Euro verzichten. Das ergab eine Studie, die der VDI in Zusammenarbeit mit der TU München, Fachgebiet Gender Studies, erstellt hat und jetzt auf der Hannover Messe präsentiert.
(Wiesbaden) - Die Namensänderung in Deutscher Dialogmarketing Verband nimmt der DDV zum Anlass, gestern (23. April 2008) mit seiner neu überarbeiteten Website zu starten. Im Mittelpunkt steht ein Höchstmaß an Information über die Dialogmarketingbranche und über die Ziele, Aufgaben und Leistungen des Verbandes. Im Rahmen des Relaunches bietet der DDV seinen Mitgliedern auch einen neuen Service: Auf einer eigenen Seite ("Mitgliedermeldungen") können diese nun ihre aktuellen Presseaussendungen präsentieren.
(Berlin) - "Vor einem Jahr hat die Politik der Ärzteschaft mit dem `GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz´ den Krieg erklärt und heute werfen wir mit dem Wattebällchen eines politischen Konsenspapiers zurück", so kommentiert der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes das Ulmer Papier der Bundesärztekammer. "In den `gesundheitspolitischen Grundsätzen der Ärzteschaft´ ist zwar viel guter Wille erkennbar, das Papier ist aber in weiten Teilen staatstragend, viel zu weich formuliert und findet kein Wort zu den Konsequenzen einer `Weiter-So-Politik´", kritisiert Dr. Bittmann.
(Berlin) - In vielen Apotheken liegen derzeit Teilnehmerunterlagen für die Kampagne Rauchfrei 2008 des Deutschen Krebsforschungszentrums aus. Wir unterstützen diese Aktion für Raucher und deren Angehörige, sagt Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Noch bis zum 30. April können sich die Teilnehmer anmelden unter www.rauchfrei2008.de.
(Berlin) - Fast 800 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland bei Wohnungsbränden, rund 5.500 Brandopfer werden schwer verletzt. Auf drei Milliarden Euro beziffern Fachleute den Schaden, der bei den insgesamt 240.000 Bränden entsteht. "Das sind dramatische Zahlen", resümiert Thomas Penningh, Vorsitzender des Verband Privater Bauherren (VPB), "und sie dokumentieren vor allem zwei Dinge: Brandschutz ist lebenswichtig, und wir müssen noch erheblich mehr für den vorbeugenden Brandschutz tun."
(Frankfurt am Main) - Immer häufiger dringen ganze Wildschweinrotten bis an die Autobahnen vor und stellen eine ernst zu nehmende Gefahr für den Straßenverkehr dar. Zu dieser Erkenntnis kommt der Automobilclub von Deutschland, AvD, nach Rückfragen bei verschiedenen Autobahnpolizeirevieren. Vor allem in der Nähe von Raststätten tauchen die in der Dunkelheit kaum zu erkennenden Rotten auf. "Reste der Zwischenmahlzeit vom Fastfood-Schalter werden von verantwortungslosen Autofahrern aus dem Fahrzeug geworfen und locken die Allesfresser mit den feinen Nasen aus den nahen Wäldern an," kommentiert Sven Janssen, Sprecher des Automobilclub von Deutschland, AvD, die sich häufenden Meldungen von Wildschweinen an und auf den Autobahnen.
(Gräfelfing) - Steigende Lebensmittelpreise weltweit führen seit Wochen zu dramatischen Situationen in den Ländern des Südens. Laut den Vereinten Nationen (UN) kommen zu den 850 Millionen hungernden Menschen jedes Jahr vier Millionen hinzu. Die Ursachen sind vielfältig und gehen über die Wahl der landwirtschaftlichen Anbaumethode hinaus. Unsinnige Exportsubventionen, Handelsbarrieren, ungerechte Landverteilung, Spekulationen auf den internationalen Agrarmärkten, Menschenrechtsverletzungen und Bürgerkriege sind einige Faktoren, die Hunger verursachen können. Doch auch Bodenverarmung, Erosion und Versalzung durch Missmanagement führen zur Aufgabe von Anbauflächen für Lebensmittel. Hier schützt der Öko-Landbau weltweit durch die Verbindung von modernen ökologischen Erkenntnissen mit traditionellem Wissen vor Ort. Durch den nachweislich nachhaltigen Umgang mit der Umwelt sichert der Öko-Landbau langfristig die dringend benötigten Flächen für den Anbau von Lebensmitteln!, erklärte Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland in München. Darum fordern wir eine Umkehr von der bisherigen Agrarpolitik hin zu einer nachhaltigen zukunftsfähigen Lösung vor allem für die Kleinbauern. Der Vorschlag vom Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion Volker Kauder in dieser Woche, die Nahrungsmittelkrise mit der Agro-Gentechnik zu lösen, ist daher rigoros abzulehnen, plädierte Hans Hohenester.
(Leipzig) - Wenn teure Reisen oder Urlaub mit Kindern oder Touren lange im Voraus gebucht werden, hält die Verbraucherzentrale Sachsen den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung durchaus für sinnvoll. Allerdings zahlen die Versicherer bei einer Reisestornierung nicht in jedem Fall die vom Verbraucher vertraglich geschuldeten Stornokosten. Bei Arbeitslosigkeit nehmen die Unternehmen in den Versicherungsbedingungen feine Differenzierungen vor. Die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt deshalb, das Kleingedruckte nicht außer Acht zu lassen.




