Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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1. Hessischer Cluster-Kongress: VhU schlägt Landesregierung vor, ein "House of IT" an das bereits bestehende "House of Mobility and Logistics" (HOLM) am Flughafen anzugliedern

(Frankfurt am Main) - "Wir alle freuen uns über ein entstehendes hessisches Silicon Valley. Der erste Schritt dazu wurde mit der Aufnahme des Spitzenclusters Software-Innovationen in die Exzellenz-Initiative der Bundesregierung erreicht. Cluster heißt transparente, fokussierte und organisierte Vernetzung. Deshalb empfehlen wir der Hessischen Landesregierung, ein `House of IT´ nach dem Vorbild des erfolgreichen "House of Finance" räumlich und organisatorisch an das bereits bestehende `House of Logistics and Mobility´ anzudocken", sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) heute (3. Februar 2010) anlässlich des 1. Hessischen Cluster-Kongresses.

Dr. Michael Kassner, Regionenleiter der Siemens AG und für die VhU auf dem Podium des Clusterkongresses, führte aus, dass die Informations- und Kommunika­tionstechnologie (IKT) in Hessen und dem angrenzenden Rhein-Neckar-Raum mit mittlerweile 95.000 Beschäftigten große Potentiale für den Wirtschaftsstandort im Rahmen des Transfernetzwerks Informationstechnologie biete, insbesondere wenn diese Technologien auch als Teil sogenannter vertikaler Anwendungscluster zum Einsatz kämen. Handlungsbedarf sehe er in der nachhaltigen Weiterentwicklung unserer Infrastrukturen - wie zum Beispiel Mobilität, Logistik, Energie oder Gesundheit - hin zur Vernetzung in Clustern.

Die bestehende Zuständigkeitsaufteilung der hessischen Wirtschaftsförderung in sogenannte Aktionslinien einerseits und regionale Cluster andererseits erscheine noch zu traditionell. Verfügbare Fördertöpfe aus den Aktionslinien und Ministeriumszuständigkeiten definierten hier über die Instrumente der regionalen Wirtschaftsförderung das Clusterengagement. Dabei stehe zu oft der Gedanke des Defizitabbaus im Vordergrund (Beispiel: EFRE). Das passe nicht zum Grundansatz jedes guten Clusters, nämlich der Verbesserung von bereits vorhandenen oder angelegten Stärken im technologischen Bereich. Für eine optimale Vernetzung der Technologieansätze, regionalen Aktivitäten sowie insbesondere der Einbindung hessischer Cluster in nationale und europäische Spitzencluster bedürfe es eines "Clusterkümmerers", einer zentralen Koordinationsstelle. Diese müssen den wertschöpfenden Bündelungseffekt eines Netzwerks bestmöglich herausarbeiten und die richtigen Akteure zusammenbringen.

Fasbender und Kassner sind sich einig, Politik und Wirtschaft müssten ihre gemeinsamen Anstrengungen zur Sicherung des Nachwuchses in den mathematisch-, ingenieur- und naturwissenschaftlichen und technischen Fächern (MINT) noch weiter verstärken. Die Initiativen im Land seien aber eine "große bunte Wiese". Aufgabe der Landespolitik sei hier, qualitative Transparenz plus Orientierungshilfe zu schaffen. Gemeint sei damit die Erstellung eines Angebotskatalogs, vielleicht sogar als Internet-Plattform. Dazu gehöre auch eine Zuordnung der Initiativen nach qualitativen Gesichtspunkten, wie z. B. Nachhaltigkeit, Einbindung in systemische Strukturen, Hinweis auf Doppelungen sowie kompetente Beratung.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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