110 getötete Journalisten: DJV für UN-Sonderbeauftragten
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat mit Bestürzung auf die Statistik der getöteten Journalistinnen und Journalisten von Reporter ohne Grenzen (RoG) reagiert. Danach wurden im zu Ende gehenden Jahr weltweit 110 Journalisten getötet. DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall sprach von einer "Bilanz des Grauens". Die gefährlichsten Länder für Journalisten sind nach der RoG-Statistik Irak, Syrien und wegen der Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo Frankreich.
Der DJV-Vorsitzende forderte die internationale Staatengemeinschaft auf, mehr für die Sicherheit von Journalisten, insbesondere in Krisengebieten, zu tun. "Dass der UN-Sicherheitsrat bereits vor Jahren die Berichterstatter per Resolution unter Schutz gestellt hat, entpuppt sich als Formalie ohne Folgen", kritisierte Überall. Der DJV schließe sich deshalb der Forderung von Reporter ohne Grenzen an, einen UN- Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalisten einzurichten. Das seien die Vereinten Nationen dem Leben der Kollegen und der freien und ungehinderten Berichterstattung schuldig.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV), Bundesgeschäftsstelle
Hendrik Zörner, Pressesprecher
Charlottenstr. 17, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
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