47 Milliarden: DAAD begrüßt Budgetsignal des Europäischen Parlaments für Erasmus+
(Bonn) - Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) begrüßt den Vorschlag des Europäischen Parlaments, Erasmus+ in der Programmgeneration 2028 bis 2034 mit rund 47,4 Milliarden Euro auszustatten. Aus Sicht des DAAD sendet das Parlament damit ein starkes Signal an Studierende, Hochschulen und den europäischen Bildungsraum. Gleichzeitig betont der DAAD, dass langfristig ein höheres und verlässlicheres Budget nötig ist, um Mobilität und Hochschulkooperationen in Europa weiter zu stärken.
„Erasmus+ steht wie kein anderes EU-Programm für europäischen Zusammenhalt, gemeinsame Werte und die konkreten Erfahrungen junger Menschen in Europa. Wir loben daher ausdrücklich, dass das Europäische Parlament über ein Budget von nun über 47 Milliarden Euro für die nächste Programmgeneration diskutiert“, erklärte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Das ist ein wichtiges Signal für Hochschulen in Deutschland und Europa sowie für alle Studierenden, Lehrenden und Hochschulangehörigen, die auf den europäischen Austausch setzen – auch wenn es hinter den geforderten 60 Milliarden Euro zurückbleibt.“
Dr. Stephan Geifes, Direktor der Nationalen Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im DAAD, ergänzte: „Der Vorschlag des Europäischen Parlaments ist ein Schritt in die richtige Richtung. Er hilft, das hohe Niveau der Internationalisierung und des Austauschs zu sichern, das die Hochschulen mit Erasmus+ in den vergangenen Jahren erreicht haben. Doch eines bleibt klar: Wenn Europa seine ehrgeizigen Mobilitätsziele erreichen, die Europäischen Hochschulallianzen weiterentwickeln und mehr jungen Menschen internationale Erfahrungen ermöglichen will, braucht Erasmus+ im Hochschulbereich langfristig eine substanzielle Aufstockung. Dazu passt nicht, dass der nun geplante Budgetanteil für Bildung – und damit auch für Hochschulbildung – um sieben Prozentpunkte gekürzt werden soll.“
Erasmus+ Budget
Das EU-Parlament hat am 3. Juni seinen ersten Budgetvorschlag von über 47 Milliarden Euro für die weiteren Verhandlungen veröffentlicht. Die Europäische Kommission hatte zuvor ein Budget von 40,8 Milliarden Euro für Erasmus+ von 2028 bis 2034 vorgeschlagen. Das Europäische Parlament spricht sich mit dem Budgetvorschlag für eine Erhöhung um rund 6,6 Milliarden Euro aus.
Der DAAD fordert, dass auch bei 47 Milliarden Euro Gesamtbudget der Budgetanteil für Bildung – und damit auch Hochschulbildung - beibehalten wird. Bislang liegt der Anteil der Bildung am Erasmus+ Budget bei 83 Prozent.
Die DAAD-Mitgliedsversammlung hatte sich bereits 2025 dafür ausgesprochen, dass die nächste Erasmus+ Programmgeneration bis 2034 mit mindestens 60 Milliarden Euro budgetiert wird, um die geplanten Neuerungen und Ausweitung zu ermöglichen. 46 Milliarden Euro waren demzufolge notwendig, um das im Jahr 2027 geplante Niveau an Förderungen und Austausch zu erhalten. Diesem Ansatz folgte nun das Europäische Parlament.
Die endgültige Höhe des Erasmus+-Budgets und die Aufteilung nach Bildungsbereichen werden im Rahmen der Verhandlungen über den sogenannten Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union für die Jahre 2028 bis 2034 zwischen den Mitgliedsstaaten und dem Parlament 2027 festgelegt.
Der DAAD wird sich im Sinne seiner Mitgliedshochschulen und -Studierendenschaften auf nationaler wie europäischer Ebene weiter in den Prozess einbringen.
Erasmus+ im Hochschulbereich
Der DAAD ist in Deutschland Nationale Agentur für Erasmus+ im Hochschulbereich und setzt das EU-Bildungsprogramm für die deutschen Hochschulen um. Erasmus+ fördert Studien- und Praxisaufenthalte von Studierenden, die Mobilität von Lehrenden und Hochschulpersonal sowie europäische Kooperationsprojekte und Hochschulallianzen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. (DAAD), Michael Flacke, Leiter(in) Pressestelle, Kennedyallee 50, 53175 Bonn, Telefon: 0228 8820
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