Pressemitteilung | Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. (DAAD)
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Hochschulen & Europa: Erasmus erreicht Marke von einer Million geförderten Studierenden aus Deutschland

(Bonn) - Das EU-Programm Erasmus+ hat einen historischen Meilenstein erreicht: Seit Programmstart 1987 sind eine Million Studierende aus Deutschland mit Förderung von Erasmus+ zu einem Studien- oder Praktikumsaufenthalt ins Ausland gegangen. Dies teilte die Nationale Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst (NA DAAD) in Bonn mit. Mit einer Social-Media-Aktion unter dem Titel „One in One Million“ würdigt die NA DAAD ab Montag (8.6.) die Erfolgsgeschichte des europäischen Austauschprogramms an deutschen Hochschulen.

„Seit fast 40 Jahren verbindet Erasmus+ junge Menschen in Europa und darüber hinaus. Eine Million Studierende aus Deutschland, die mit Erasmus im Ausland waren, sind ein starkes Zeichen für die Kraft des Programms. Hinter dieser Zahl stehen eine Million Bildungswege, prägende Auslandserfahrungen, persönliche Entwicklungen und oftmals auch Partnerschaften. Erasmus+ eröffnet neue Perspektiven für Studium, Beruf und Leben – und macht Europa konkret erfahrbar“, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.

„Eine Million Erasmus+ Studierende aus Deutschland zeigen, wie tief Erasmus+ an deutschen Hochschulen verankert ist. Möglich wurde diese Erfolgsgeschichte durch das große Engagement der Hochschulen und ihrer International Offices, Erasmus-Koordinatorinnen und -Koordinatoren sowie vieler Partnerhochschulen in Europa und weltweit. Erasmus+ steht heute wie kaum ein anderes Programm für gelebte europäische Zusammenarbeit und internationale Hochschulkooperation“, ergänzte Dr. Stephan Geifes, Direktor der NA DAAD.

17 Millionen Menschen EU-weit – eine Million aus Deutschland
Seit dem Start des Programms 1987 haben europaweit mehr als 17 Millionen Studierende und Hochschulangehörige an Erasmus+ teilgenommen. Aus Deutschland gingen seitdem eine Million Studierende mit einer Förderung von Erasmus+ ins Ausland; zugleich kamen knapp eine Million internationale Studierende über das Programm nach Deutschland. Zu den beliebtesten Zielländern deutscher Erasmus-Studierender zählen seit Jahren Spanien, Frankreich und Italien. Zählt man Studierende und Hochschulangehörige aus Deutschland, die von Erasmus gefördert wurden, zusammen, so kommt man auf rund 1,1 Millionen Menschen.

Die Marke von einer Million geförderten Studierenden aus Deutschland wird nach Berechnungen der NA DAAD im laufenden Erasmus+ -Förderzeitraum erreicht. Grundlage der Berechnung sind die seit 1987 erfassten Studierendenmobilitäten aus Deutschland. Die Millionengrenze wurde nach den Berechnungen im März 2026 überschritten.

Programmstart und Weiterentwicklung
Das Erasmus-Programm startete im Wintersemester 1987/88. Bereits im ersten Durchgang waren rund 70 deutsche Hochschulen beteiligt. Aus dem vor 39 Jahren gestarteten Austauschprogramm für Studienaufenthalte ist inzwischen ein breit angelegtes europäisches Bildungsprogramm geworden: Heute fördert Erasmus+ an deutschen Hochschulen nicht nur Studienaufenthalte im Ausland, sondern auch Praktika, Kurzzeit- und Blended-Mobility-Formate, Lehr- und Weiterbildungsaufenthalte von Hochschulpersonal sowie internationale Hochschulkooperationen.

Wirkung für Beruf, Karriere und persönliche Entwicklung
Die Wirkung von Erasmus+ reicht über Studium und Hochschule hinaus: Ehemalige Erasmus-Geförderte berichten regelmäßig, dass ihre Auslandserfahrungen neue Perspektiven auf Europa, auf ihre persönliche Entwicklung und auf ihre beruflichen Chancen eröffnet haben. Auch im Berufsleben sind internationale Erfahrungen gefragt: Sie stärken Sprachkenntnisse, interkulturelle Kompetenzen, Eigenständigkeit und die Fähigkeit, in internationalen Teams zu arbeiten.

Zudem wirkt Erasmus+ als europäisches Programm auch gesellschaftlich: Eine Befragung der NA DAAD zur letzten Europawahl zeigte, dass 85 Prozent der befragten ehemaligen Erasmus-Geförderten an der Wahl teilnehmen wollten. Die Europäische Kommission schätzt zudem, dass aus Partnerschaften, die während Erasmus-Aufenthalten entstanden sind, rund eine Million Kinder hervorgegangen sind. Diese sogenannten „Erasmus-Babies“ gelten bis heute als Sinnbild für gelebte europäische Begegnung.

Mitmachkampagne an den Hochschulen
Anlässlich des Meilensteins lädt die NA DAAD deutsche Hochschulen dazu ein, stellvertretend ihren „einmillionsten Erasmus-Studierenden“ oder ihre „einmillionste Erasmus-Studierende“ zu benennen. Unter dem Titel „One in One Million“ sollen persönliche Auslandserfahrungen, erworbene Kompetenzen und europäische Begegnungen sichtbar werden. Begleitet wird die Aktion in den sozialen Medien unter dem Hashtag #OneInOneMillion.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. (DAAD), Kennedyallee 50, 53175 Bonn, Telefon: 0228 8820

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