Pressemitteilung | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V. (DBfK)
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Ambulante Pflege sichert Versorgung

(Berlin) - Anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden besuchte Vera Lux, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), den ambulanten Pflegedienst Fritzsche in Leverkusen. Im Gespräch mit Pflegefachpersonen sowie Mitarbeitenden aus Verwaltung und Leitung informierte sie sich über den Alltag in der ambulanten Versorgung, über Herausforderungen in der häuslichen Pflege und über die Wünsche der Beschäftigten an Politik und Gesellschaft.

Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Belastungen, sondern vor allem die Stärke und Vielfalt ambulanter Pflege. Die Mitarbeitenden berichteten von einer Arbeit, die fachlich anspruchsvoll ist, viel Eigenverantwortung verlangt und zugleich von Nähe, Vertrauen und Menschlichkeit lebt. Deutlich wurde: Ambulante Pflege ist weit mehr als Altenpflege. Sie begleitet Menschen mit sehr unterschiedlichen Versorgungsbedarfen — ältere Menschen ebenso wie jüngere Pflegebedürftige, Menschen mit chronischen Erkrankungen, körperlichen Einschränkungen oder komplexen sozialen Problemlagen.

„Der Besuch beim Pflegedienst Fritzsche hat einmal mehr gezeigt, wie professionell, zugewandt und lösungsorientiert ambulante Pflege arbeitet“, sagte DBfK-Präsidentin Vera Lux. „Berufliche Pflegende ermöglichen jeden Tag, dass Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit versorgt werden können, dort, wo die meisten Menschen es sich wünschen. Sie schützen Gesundheit, sichern Teilhabe und geben Menschen Sicherheit in oft schwierigen Lebenssituationen. Zum Internationalen Tag der Pflegenden gilt deshalb: Wer Pflege stärken will, muss gerade die ambulante Pflege sehen, hören und ihr mehr Handlungsspielräume geben.“

Im Austausch wurde auch deutlich, wo Pflegefachpersonen im Alltag an Grenzen stoßen: etwa, wenn nach Krankenhausentlassungen Hilfsmittel fehlen, Angehörige mit der Organisation der Versorgung überfordert sind, bürokratische Abläufe notwendige Unterstützung verzögern oder schlicht Parkplätze fehlen, um bei Abrechnung im Minutentakt Versorgung überhaupt wirtschaftlich zu ermöglichen. Mehr Befugnisse für Pflegefachpersonen – wie zum Beispiel die Möglichkeit, pflegerische Hilfsmittel selbst zu verordnen – eine bessere Einbindung in das Entlass- und Überleitungsmanagement der Krankenhäuser sowie die vollständige Erfassung und Verfügbarkeit von Informationen in der elektronischen Patientenakte könnten hier spürbar entlasten und Versorgung verbessern. Weniger Zeitdruck und mehr Raum für Momente des menschlichen Miteinanders – das wünschen sich die Mitarbeitenden besonders. Gleichzeitig schilderten die Pflegenden eine hohe Identifikation mit ihrem Beruf. Viele betonten, wie sinnstiftend ihre Profession sei und wie wichtig Vertrauen, Geduld und auch psychosoziale Begleitung für die häusliche Versorgung sind. „Ambulante Pflege funktioniert nur, wenn man nah an den Menschen ist — an den Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und auch am Team“, sagte Inhaber Ralf Fritzsche. „Wir erleben jeden Tag, wie viel Fachlichkeit, Flexibilität und Vertrauen dafür nötig sind. Gute Pflege zu ermöglichen, bei all den bürokratischen Anforderungen und der Notwendigkeit, wirtschaftlich zu arbeiten, ist ein Balanceakt, der nur mit wirklich motivierten und hochprofessionellen Mitarbeitenden gelingt.“

Der Internationale Tag der Pflegenden wird jährlich am 12. Mai begangen. Das Motto des International Council of Nurses (ICN), in dem der DBfK als Interessensvertretung der beruflich Pflegenden in Deutschland Mitglied ist, lautet 2026: „Unsere Pflegenden. Unsere Zukunft. Erstarkte Pflege schützt Leben.“ Der DBfK unterstützt diese Botschaft ausdrücklich: Erstarkte Pflege schützt Leben — in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ganz besonders dort, wo viele Menschen versorgt werden möchten: zu Hause.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V. (DBfK), Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: 030 219157-0

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