Pressemitteilung | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA)
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Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt zum OECD-Bildungsbericht 2006: Kein Pessimismus, sondern konsequente Fortsetzung der eingeschlagenen Reformwege

(Berlin) - Das deutsche Bildungssystem hat Fortschritte erzielt, es muss aber noch deutlich an weiterer Dynamik gewinnen. Die internationale Konkurrenz schläft nicht, sondern fährt auf der Überholspur. Weder Pessimismus noch Alarmismus sind jetzt aber erforderlich, sondern die konsequente Fortsetzung und Intensivierung der eingeschlagenen Reformwege, sagte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt heute zur Vorstellung des OECD-Bildungsberichtes 2006 „Bildung auf einen Blick“ in Berlin.

Es ist richtig, dass wir mehr Studierende brauchen. Wichtig ist aber, was und wie studiert wird, mahnte Hundt. Die Abbrecherquote von durchschnittlich 25 Prozent muss nachhaltig gesenkt werden. Die konsequente Fortsetzung des Bologna-Prozesses und die vollständige Neukonzeption aller Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master sind von zentraler Bedeutung. Allerdings dürfen die neuen Studiengänge kein „alter Wein in neuen Schläuchen“ sein, sondern sollen das Studium zu einer modularen und berufsfeldbezogenen Ausbildung umgestalten. Die Arbeitgeber brauchen die beiden Abschlüsse Bachelor und Master, erklärte der BDA-Präsident.

Ein zentraler Schwachpunkt in Deutschland ist die nach wie vor mangelnde Durchlässigkeit des Bildungssystems. Mit seiner Versäulung und Abschottungsmentalität erfüllt es die Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts Deutschland nicht. Beispielsweise sind die Aufnahmeregelungen von Nicht-Abiturienten an der Hochschule unübersichtlich. Berufliche und akademische Bildungswege müssen gleichwertig anerkannt werden. Einzelne Beispiele der Kooperation von beruflicher und hochschulischer Bildung sind bislang nur Insellösungen und reichen beiweitem nicht aus, unterstrich Hundt.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA) Pressestelle Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20330, Telefax: (030) 20331055

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