BDI weist 6-Punkte-Programm des Hausärzteverbands zurück / Wesiack: "Der DHÄV ist keine Körperschaft"
(Wiesbaden) - Das von der Delegiertenversammlung des Deutschen Hausärzteverbands am 16./17. April in Dresden formulierte 6-Punkte-Programm zur gesundheitspolitischen Positionierung des Verbandes wird vom Berufsverband Deutscher Internisten, BDI e.V., entschieden zurückgewiesen. Die Forderungen nach dem Ausbau einer KV-unabhängigen Tarifautonomie, nach "Versorgungsgewährleistung" durch die Hausarztverbände und nach Mitwirkung des Hausärzteverbands als "Spitzenorganisation" in den Gremien der gemeinsamen Selbstverwaltung hält der BDI für unrealistisch.
Eine Spitzenposition ähnlich der ABDA oder der DKG steht dem DHÄV nicht zu, betont BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack. Der Begriff der hausärztlichen Versorgung darf sich nicht auf die zahlenmäßig immer weniger werdenden Allgemeinärzte verengen, sondern umfasst de facto auch hausärztliche Internisten, Kinder- und Jugendärzte, Gynäkologen, Augenärzte, Dermatologen, Orthopäden oder Chirurgen. Der BDI fordert die Politik deshalb auf, den Begriff der hausärztlichen Versorgung der Realität entsprechend neu zu definieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)
Pressestelle
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Telefon: (0611) 18133-0, Telefax: (0611) 18133-50
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