BDI weist Pfeiffers Kürzungsvorschlag zurück / Wesiack: Ärzte sind nicht Büttel der Kassen
(Wiesbaden) - Der Vorschlag von Dr. Doris Pfeiffer, die Vergütung der Vertragsärzte um 2,5 Prozent zu kürzen, wird vom Berufsverband Deutscher Internisten, BDI e.V., als schlechter Scherz gewertet. Die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands verfährt mit dieser Kürzung nach Gutsherrenart auf altbekannte Weise, um den von den Krankenkassen gefürchteten Zusatzbeiträgen auszuweichen, sagt BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack.
Kassen-Funktionäre wie Doris Pfeiffer betrachten den Freiberufler Arzt offenbar als Büttel der Kassen. Ihnen geht es allein um Geld und nicht um die Qualität der Versorgung. Man darf gespannt sein, ob sie mit solchen Kürzungen etwa bei den Verträgen zur Hausarzt-zentrierten Versorgung beginnen, wo sie selbst die Hausärzte mit hohen Pauschalen geködert und an ihre Vertrags-Leine gelegt haben.
Der Präsident des Bundesrechnungshofs hat soeben "überhöhte Vorstandsgehälter bis 300.000 Euro, abenteuerliche Abfindungen, zu hohe Verwaltungskosten, teure Beraterverträge" bei den gesetzlichen Krankenkassen öffentlich beanstandet. Angesichts dieses Finanzgebarens kann man den Kassen nur raten, mit dem Sparen erst einmal bei sich selbst anzufangen.
Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)
Pressestelle
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Telefon: (0611) 18133-0, Telefax: (0611) 18133-50
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