BJU-Chef zum Bildungsgipfel: "Wir Unternehmer brauchen keine wolkigen Absichtserklärungen, sondern verbindliche Ziele" / Verband der Jungen Unternehmer fordert Ausbau von Ganztagsschulen, bessere Lehrerausbildung und die Einführung einer Allgemeinbildungsprüfung
(Berlin) - Der Bundesvorsitzende des Verbandes "Die Jungen Unternehmer - BJU", Dirk Martin, hat für den am Mittwoch (22. Oktober 2008) stattfindenden Bildungsgipfel konkrete Ergebnisse angemahnt. "Der Fachkräftemangel ist für viele Betriebe schon heute ein riesiges Problem. Deshalb darf der Bildungsgipfel nicht zu einer politischen Show-Einlage werden. Wir Unternehmer brauchen von der Politik keine wolkigen Absichtserklärungen, sondern verbindliche Ziele", sagte Martin am Dienstag (21. Oktober 2008) in Berlin. Er forderte außerdem konkrete Angaben zur Höhe der künftigen Bildungsinvestitionen. "Die Politik darf sich hier nicht hinter der Finanzkrise verstecken. Durch den Rückgang der Kinderzahl spart der Staat in den kommenden Jahren viel Geld. Dieses Geld muss dann auch im Bildungsbereich reinvestiert werden."
Um die Qualität des deutschen Bildungssystems zu verbessern, schlägt der Verband der Jungen Unternehmer ein Bündel verschiedener Maßnahmen vor. Dazu gehören der Ausbau von Ganztagsschulen, verpflichtende Praktika als Bestandteil der Lehrpläne sowie eine bessere Lehrerausbildung. Martin: "Wenn wir den Fachkräftemangel in den Griff bekommen wollen, müssen wir mehr junge Menschen für naturwissenschaftliche Berufe und Ingenierberufe begeistern. Dafür brauchen wir mehr und besser ausgebildete Lehrkräfte." Die Jungen Unternehmer wollen außerdem als Ergänzung zu herkömmlichen Prüfungen eine zentrale Allgemeinbildungsprüfung einführen. "Viele Unternehmer stellen in diesem Bereich bei Bewerbern gravierende Defizite fest. Eine spezielle Allgemeinbildungsprüfung kann hier Abhilfe schaffen", so Martin.
Die Jungen Unternehmer wollen darüber hinaus dem Prinzip des Wettbewerbs auf allen Ebenen des Bildungswesens eine größere Bedeutung verschaffen. Dazu gehöre auch, privaten Bildungsanbietern dieselben Chancen einzuräumen wie öffentlichen. "Nur die konsequente Einbeziehung privater Anbieter sichert die größtmögliche Vielfalt an Bildungsangeboten. Im Übrigen sorgt mehr Wettbewerb auch für mehr Qualität". Der Verband spricht sich zudem für ein Festhalten am Bildungsföderalismus aus. Martin: "Die Bundesregierung muss zwar den Rahmen vorgeben, ansonsten sollte sie aber den Wettbewerb der verschiedenen Länderbildungssysteme fördern. Der Bildungsföderalismus braucht einen neuen Schub."
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Junger Unternehmer der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (BJU)
Sebastian Harnisch, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Charlottenstr. 24 - Tuteur Haus, 10117 Berlin
Telefon: (030) 300650, Telefax: (030) 30065-490
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

