Braumulti ohne soziale Verantwortung
(Hamburg) - Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ist empört über die Pläne des Bierkonzerns AB InBev, 386 Arbeitsplätze abzubauen.
Ohne Rücksicht auf Verluste will der Vorstand auf Kosten der Beschäftigten und ihrer Familien den schon jetzt exzellenten Profit nochmals steigern. 2008 und auch 2009 sind zweistellige Millionengewinne erwirtschaftet worden. Nicht zu vergessen, dass hiervon auch die lukrativen Prämien für die Bosse und Führungskräfte abhängen.
"Das Vorgehen des Vorstandes ist zudem eine unverschämte Missachtung der Mitbestimmungsrechte des Aufsichtsrates und der Betriebsräte und zeigt einmal mehr, welche erfüllungswilligen Marionetten im deutschen Management den Befehlen aus Belgien/Brasilien gehorchen", erbost sich der stellvertretende Vorsitzende der NGG und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, Claus-Harald Güster.
"Wir werden in der kommenden Woche mit den Betriebsräten beraten, wie wir die Gegenwehr zu den Vorstandsplänen gestalten", so Güster weiter.
Wer wie die AB InBev-Führungsriege auf Biegen und Brechen nicht lernen will, dass in diesem Land Mitbestimmungsgesetze gelten, dem müssen wir halt Beine machen.
Im vergangenen Jahr hatte NGG einen Sozialtarifvertrag bei AB InBev durchgesetzt.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Hauptstadtbüro
Dr. Karin Vladimirov, Pressesprecherin
Luisenstr. 38, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288849693, Telefax: (030) 288849699
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