Das Ringen um BR-Klassik
(Berlin) - Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks hat in seiner vergangenen Sitzung beschlossen, den Jugendsender PULS ab 2018 als öffentlich-rechtliches Jugendangebot über die UKW-Frequenzkette auszustrahlen. Zeitgleich soll BR-Klassik den UKW-Platz räumen und über DAB+ gesendet werden - vorausgesetzt die vom Rundfunkrat geforderten Bedingungen, wie z.B. unabhängige Gutachten zur Netzabdeckung von DAB+, sind erfüllt.
Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: "Der Bayerische Rundfunk ist in die Offensive gegangen, um jüngere Hörerschichten zu gewinnen und den in seinem Sendebereich besonders ausgeprägten Generationenabriss zu verhindern. Der Deutsche Musikrat bedauert, dass dies mit der absehbaren, frühestens 2018 vorgesehenen Abschaltung der UKW-Ausstrahlung der deutschlandweit vorbildlichen Welle BR-Klassik verbunden sein soll. Er begrüßt jedoch ausdrücklich, dass letztlich BR-Intendant Ulrich Wilhelm und der Bayerische Rundfunkrat auf die nachhaltigen Proteste der Kultur- und Musikverbände, insbesondere des Bayerischen Musikrates unter seinem Präsidenten Dr. Thomas Goppel, reagiert und einen gemeinsam getragenen Konsens gefunden haben. Erst wenn weitreichende, durch neutrale Gutachter regelmäßig begleitete Grundlagen auf der Sender- und Empfänger-, sprich: Hörerseite geschaffen sein werden, wird die Verlagerung der BR-Klassik-Ausstrahlung auf die Digitalfrequenz DAB+ erfolgen. Der Deutsche Musikrat wird diesen Prozess wachsam begleiten."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Musikrat e.V., Generalsekretariat
Pressestelle
Schumannstr. 17, 10117 Berlin
Telefon: (030) 30881010, Fax: (030) 30881011
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