DJV begrüßt klare Absage des WDR an Scheckbuchjournalismus
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt die klare Haltung des Westdeutschen Rundfunks im Zusammenhang mit der möglichen Zahlung eines Interviewhonorars. Der WDR hatte auf Nachfrage mitgeteilt, ein Interview mit dem Serienmörder Niels H. nicht mehr auszustrahlen. Grund dafür sind Informationen, nach denen für das Interview in der Reihe "Die Story" 5.000 Euro gezahlt worden sein sollen. Das Geld soll von der Produktionsfirma an die Anwältin von Niels H. geflossen sein. Der ehemalige Krankenpfleger wurde für den Mord an zwei Menschen verurteilt. Nach Einschätzung der Ermittler soll er für den Tod von 39 Menschen verantwortlich sein.
"Scheckbuchjournalismus ist Gift für die Glaubwürdigkeit und die Seriosität des Journalismus", sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. "Es ist nur konsequent, dass der WDR nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Sendung gesperrt hat." Es sei jedoch für die Zukunft wünschenswert, dass die Rundfunksender vor der Erstausstrahlung genauer darauf achten, ob alle journalistischen Grundsätze beachtet wurden.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV), Bundesgeschäftsstelle
Hendrik Zörner, Pressesprecher
Charlottenstr. 17, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

