Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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DJV fordert freie Einreise für Journalisten in den Iran

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat die iranische Botschaft aufgefordert, deutschen Journalisten die Berichterstattung über die Präsidentschaftswahlen im Iran am 12. Juni ohne jegliche Behinderungen oder Schikanen zu ermöglichen. Keinesfalls dürfe die Vergabe von Einreisevisa von gewogener Berichterstattung abhängig gemacht werden, erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.

Hintergrund ist die Weigerung der iranischen Botschaft in Berlin, der Focus-Redakteurin Andrea Hoffmann das bereits vor Monaten beantragte Visum zu erteilen. Der Presseattaché der Botschaft soll für die Ausstellung des Visums eine redaktionelle Gegenleistung gefordert haben, zu der Focus nicht bereit war. "Ein solches Verlangen ist skandalös", sagte der DJV-Vorsitzende. "Die Leserinnen und Leser haben ein Anrecht auf kritische Berichterstattung. Regierungspropaganda, für welches Regime auch immer, hat in deutschen Medien nichts zu suchen." Die iranische Botschaft war für ein Statement zu diesem Vorfall ebenso wenig zu erreichen wie das Auswärtige Amt. Daher ist nicht bekannt, ob es sich bei den Schikanen gegen die Focus-Journalistin um einen Einzelfall handelt oder ob generell Einreisebeschränkungen für deutsche Journalisten bestehen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13

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