DJV fordert Informationen vom Bundesverteidigungsministerium
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert vom Bundesverteidigungsministerium im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr eine offene und authentische Informationspolitik. Mehrere Journalisten verschiedener Medien hatten unabhängig voneinander beklagt, dass kritische Fragen nicht beantwortet würden und dass bei Truppenbesuchen in Afghanistan keine Möglichkeit bestehe, Interviews mit Soldaten zu führen. So kritisierte etwa dpa, dass Fragen zu den Totenschädel-Fotos tabu seien und dass Interviews nur mit den Leitern der Pressestellen geführt werden dürften. Insbesondere vor dem Hintergrund dieser skandalösen Fotos sei das Ministerium zu einem Höchstmaß an Transparenz verpflichtet, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Journalisten haben ein Grundrecht auf Information", sagte Konken. Pressemitteilungen und vorbereitete Statements von Presseoffizieren allein reichten für eine kritische und umfassende Berichterstattung nicht aus. Darüber hinaus sei es skandalös, dass vor Ort solche Fragen von vornherein abgeblockt würden, die im Zusammenhang mit den bekannt gewordenen Leichenschändungen stehen.
Der DJV-Vorsitzende sieht in der neuerlichen Informationsblockade System: Erst im Sommer hatte das Bundesverteidigungsministerium ein bis Ende September geltendes Besuchsverbot der deutschen Afghanistan-Truppe erlassen, von dem auch Journalisten betroffen waren.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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