Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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DJV-Kongress zum Frauenbild zwischen Klischee und Gewalt

(Köln) - Der DJV-Journalistinnenkongress FRAU MACHT MEDIEN verurteilte einhellig Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten. Auf seiner elften Tagung in Köln erzählten dabei mehrere Kolleginnen von Übergriffen.

Die bei einer Legida-Demo angegriffene Journalistin Ine Dippmann machte deutlich, dass der Beruf der Journalistin mehr denn je von den Handelnden fordere. "Unser Beruf ist die Auseinandersetzung mit Argumenten", sagte sie, "doch viele können oder wollen offensichtlich statt Argumenten lieber Gewalt einsetzen. Dem müssen wir entgegenstehen!" Britta Hilpert, ZDF-Redakteurin und Vorstandsmitglied bei Reporter ohne Grenzen, beobachtet, dass die Lügenpresse-Rufe die Menge aufstacheln und aggressiv machen würden. Dies gebe denen, die Journalisten bedrängen, dann Rückhalt. All dem, da waren sich die Diskutantinnen einig, müssten Medienschaffende mit Präsenz, Solidarität, Aufklärung und Diskussionen begegnen.

Dass das Bild der Frau in deutschen Medien immer noch sehr klischeehaft ist, wurde von etlichen Teilnehmerinnen besonders auch aus der Politik angemahnt. Michelle Müntefering, SPD-Politikerin und Journalistin, forderte dazu auf, dass Journalistinnen selbst mehr Sensibilität bei der Beschreibung von Frauen in den Medien an den Tag legen sollten. Die Kölner Oberbürgermeisterin, Henriette Reker, kritisierte, dass die Lebenswirklichkeit vieler Frauen in den Medien kaum stattfinde, und die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin, Sylvia Löhrmann, sagte aus eigener Anschauung, dass Frauen unter Dauerbeobachtung stehen und auch immer noch mit Äußerlichkeiten beschrieben würden.

Die Vorsitzende des Fachausschusses Chancengleichheit, Mechthild Mäsker, fasste in ihrem Fazit den elften Frauenkongress, bei dem 110 Journalistinnen aus ganz Deutschland zusammenkamen, mit den Worten
zusammen: "Auch fast 100 Jahre nach der Suffragettenbewegung gibt es für uns Frauen noch viel zu tun auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung in Deutschland. Der Gewalt allgemein und insbesondere der gegen Frauen müssen wir gemeinsam als Gesellschaft entgegenstehen!"

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV), Bundesgeschäftsstelle Hendrik Zörner, Pressesprecher Charlottenstr. 17, 10117 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13

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