Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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DJV kritisiert Akkreditierung zur Leichtathletik-WM

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich dagegen ausgesprochen, dass Journalistinnen und Journalisten ohne jeden Verdacht sicherheitsüberprüft werden sollen, die über die Leichtathletik-Weltmeisterschaft Mitte August in Berlin berichten wollen. "Dass Journalisten offenbar generell als Sicherheitsrisiko gesehen werden, ist mit der Pressefreiheit nicht vereinbar", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.

Für die Akkreditierung zur Leichtathletik-WM sollen Journalisten nach dem Willen des Veranstalters in Kauf nehmen, dass sie von deutschen Polizeibehörden und dem Verfassungsschutz überprüft werden. Das Ergebnis der Überprüfung soll anschließend dem Veranstalter Berlin Organising Committee (BOC) mitgeteilt werden. "Die herangezogene Rechtsgrundlage kann die pauschale Überprüfung nicht rechtfertigen. Das Vorgehen des BOC ist geeignet, Berichterstattung zu verhindern und daher politisch und juristisch höchst problematisch", sagte der DJV-Vorsitzende. Er forderte die Organisatoren der Sportveranstaltung auf, unverzüglich davon Abstand zu nehmen, so genannte "Einverständniserklärungen" von den akkreditierungswilligen Journalisten zu verlangen. "Der Presseausweis der hauptberuflichen Journalisten muss für die Akkreditierung ausreichen."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13

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