dlv-Präsidentin bei Anhörung des Gleichberechtigungsausschusses der Parlamentarischen Versammlung des Europarates zur "Wahren Situation der LandFrauen"
(Berlin) - "Bis wir ein funktionierendes Netzwerk der europäischen LandFrauen aufgebaut haben, ist es noch ein langer Weg!" - so das Resümee von Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv) anlässlich ihrer Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarates zum Thema "Die wahre Situation der LandFrauen in Europa", die am 25. März 2010 auf Einladung des Gleichberechtigungsausschusses in Paris stattgefunden hat.
Für die ländlichen Regionen Europas kann es ohne die Berücksichtigung der speziellen Lebens- und Arbeitssituation von Frauen keine positive Zukunft geben, hob Brigitte Scherb hervor. Zur Behebung der aus Sicht der Frauen ganz eigenen Defizite, etwa bei der Sicherung der Daseinsvorsorge ländlicher Räume ist in hohem Maße politischer Einsatz gefordert. Der dlv als größter überkonfessioneller Frauenverband in Deutschland, der über 500.000 Frauen im ländlichen Raum vertritt, steht mit seinem Know-how bereit, um bei der Analyse und Beseitigung dieser Defizite mitzuwirken.
Die Situation von Frauen hinsichtlich Gleichstellung und Teilhabe am politischen und gesellschaftlichen Leben ist selbst in Europa noch von einer enormen Spannbreite geprägt. Während beispielsweise das deutsche System der eigenständigen Alterssicherung von Bäuerinnen bei Vertreterinnen anderer Nationen großes Interesse erweckt, kämpfen anderenorts Frauen noch um grundsätzliche Eigentums- und Persönlichkeitsrechte. "Diese Entwicklungsunterschiede stellen eine große Herausforderung für das Zusammengehen der LandFrauen in Europa dar", so die dlv-Präsidentin.
"Wir wissen, wie Frauen ihr regionales Umfeld lebenswert und zukunftsorientiert gestalten können und wollen diese Erfahrungen auch LandFrauen anderer Länder zur Verfügung stellen", begründet Brigitte Scherb ihre Vorstellungen. Auch der Deutsche LandFrauenverband selbst könnte von einem Erfahrungsaustausch im europäischen Rahmen noch weiter profitieren. "Manche Forderungen ließen sich auf politischer Ebene leichter durchsetzen, wenn wir auf Lösungsansätze oder auch ähnliche Probleme der EU-Nachbarn verweisen könnten", betonte Brigitte Scherb. Für solch eine Vernetzung der LandFrauen Europas bedarf es übergeordneter Strukturen und sicher auch der Unterstützung durch die Europäische Union.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
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