Drohender Stellenabbau bei AB InBev / Güster: Beschäftigungssicherung steht für uns an erster Stelle
(Hamburg) - "Leider war das gestrige (13. Januar 2010) Treffen mit dem AB InBev-Vorstandsvorsitzenden Jens Hösel alles andere als ein Spitzen-Gespräch", zeigte sich der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG,) Claus-Harald Güster, enttäuscht. Der Deutschland-Chef des Brauereikonzerns, der vergangene Woche angekündigt habe, noch in diesem Jahr 386 Stellen streichen zu wollen, habe am Mittwoch (13. Januar 2010) bei einem Treffen mit Gewerkschaft und Betriebsräten auf zahlreiche, sehr konkrete Fragen immer nur die eine Antwort gegeben: "Am 18. Januar werden wir informieren. Es handelt sich um einen dynamischen Prozess."
Güster: "Das ist eine offensiv vorgetragene Verweigerung von sachlichen und nachvollziehbaren Informationen an die Betriebsräte. Beschäftigungssicherung steht für uns an erster Stelle." Seine Gewerkschaft fordere daher
- dass AB InBev zum tariflich in München zugesicherten Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen im Vierschichtsystem stehe,
- die Kriterien zur Mitarbeiterplanung in schriftlicher Form,
- Verhandlungen über die Einrichtung einer Transfergesellschaft,
- Auskunft darüber, ob Firmenausgründungen geplant seien. NGG befürchte, dass der Konzern gekündigten Arbeitnehmern neue Arbeitsverträge in anderen, tariflich schlechter bezahlten Gesellschaften anbieten wolle,
- die Einhaltung der tariflichen Normalarbeitszeit vor dem Hintergrund der Kündigungen,
- Kurzarbeit vor Kündigung,
- eine Aussetzung der Maßnahmen (Moratorium) für die Zeit der Verhandlungen,
- die Vereinbarung von Auswahlkriterien bei personellen Einzelmaßnahmen.
NGG erwarte überdies sachliche Verhandlungen zur Betriebsvereinbarung "Bildung und Fortbildung" für betroffene Arbeitnehmer.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Hauptstadtbüro
Dr. Karin Vladimirov, Pressesprecherin
Luisenstr. 38, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288849693, Telefax: (030) 288849699
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