Ein Jahr Schwarz-Rot: Naturschutz ist Standortfaktor und Sicherheitsfrage
(Berlin) – Ein Jahr nach Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung fordert der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mehr Tempo und Klarheit bei der Verbindung von wirtschaftlicher Stabilität und ökologischem Fortschritt.
NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger erklärt: „Natur- und Klimaschutz sind Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Sicherheit. Wer in gesunde Ökosysteme investiert, stärkt Resilienz gegen Klimafolgen, Lieferkettenrisiken und steigende Kosten durch Naturzerstörung. Unternehmen brauchen Planungssicherheit und die entsteht nur mit klaren, verlässlichen ökologischen Leitplanken.“
Mit Blick auf aktuelle Gesetzesvorhaben betont Krüger: „Beschleunigung und Naturschutz gehören zusammen. Zukunftsfähige Infrastruktur gelingt nur naturverträglich geplant. Infrastruktur-Zukunftsgesetz und ein starkes Gesetz für Natürliche Infrastruktur müssen zusammengedacht werden, das reduziert Konflikte und beschleunigt Verfahren.“
Konkrete Win-Win-Lösungen liegen aus Sicht des NABU auf dem Tisch. „Viele Unternehmen sind beim Naturschutz längst weiter als die Politik. Sie wollen investieren – etwa in naturbasierte Lösungen entlang von Verkehrs- und Energietrassen oder in großflächige Renaturierungsprojekte. Was fehlt, sind klare politische Rahmenbedingungen, die dieses Engagement ermöglichen und skalieren“, sagt Krüger. Hier müsse die Bundesregierung nachziehen und die Voraussetzungen schaffen, damit private und öffentliche Investitionen gemeinsam Wirkung entfalten.
Mit Blick auf die Sicherheits- und Standortpolitik betont der NABU die Bedeutung von Naturschutz für Resilienz und Unabhängigkeit. Präsident Krüger: „Investitionen in Natur sind auch Investitionen in die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Intakte Ökosysteme schützen vor Extremwetter, sichern Wasserverfügbarkeit und machen unsere Infrastruktur widerstandsfähiger. Sie stärken damit die Klimaanpassung, die wirtschaftliche Stabilität und die strategische Unabhängigkeit Europas. Ein resilienter Wirtschaftsstandort Deutschland braucht funktionierende Natur. Das muss sich stärker in der Politik der Bundesregierung widerspiegeln.“
Auf europäischer Ebene darf die Wiederherstellungsverordnung (WVO) nicht aufgeweicht werden. Deutschland muss jetzt einen ambitionierten nationalen Wiederherstellungsplan vorlegen und diesen gemeinsam mit den Bundesländern zügig umsetzen, fordert Krüger. „Verabschieden Sie ein starkes Gesetz für natürliche Infrastruktur, verankern Sie verbindliche Standards für naturverträgliche Planung und stellen Sie ausreichend Mittel für Renaturierung bereit, auch als Teil der Sicherheitsstrategie. Die zweite Jahreshälfte muss genutzt werden, um hier konkrete Entscheidungen zu treffen.“
Mit Blick auf die Union hat der NABU-Präsident einen besonderen Appell: „Der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist ein zutiefst konservatives Anliegen. Heimat, Landschaften und Artenvielfalt zu schützen, ist kein Gegensatz zu wirtschaftlicher Entwicklung, es ist deren Fundament.“
Quelle und Kontaktadresse:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Roland Panter, Referent(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Charitéstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 284 984-0
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