Europarat macht sich stark für mehr Schutz der Journalisten
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt die Initiative des Europarats für einen stärkeren Schutz der Journalistinnen und Journalisten vor Gewalt und Verfolgung. Der Rat hat am gestrigen Mittwoch eine umfangreiche Empfehlung verabschiedet, die die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, die Grundlagen der Pressefreiheit in ihre nationalen Gesetze einzuarbeiten, sofern das bisher nicht erfolgt ist. DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall: "In der Praxis macht es einen Unterschied, ob nur allgemein von Meinungsfreiheit geredet wird oder ob sich die Journalisten in ihrer Berufsausübung konkret auf Gesetze berufen können." Es sei sehr zu begrüßen, dass der Europarat den Worten und Appellen zum Schutz der Pressefreiheit jetzt klare Vorschriften folgen lasse.
Als besorgniserregend bezeichnet der DJV-Vorsitzende die Entwicklung, auf die der Europarat jetzt reagiert: "Kritische und investigative Recherchen werden selbst in manchen Staaten behindert oder gar verboten, die sich gern auf demokratische Werte berufen, wenn es ihrer internationalen Reputation nützt." Mit der europäischen Initiative sei es künftig möglich, das Niveau der Pressefreiheit anhand ihrer rechtlichen Umsetzung zu überprüfen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV), Bundesgeschäftsstelle
Hendrik Zörner, Pressesprecher
Charlottenstr. 17, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
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