Pressemitteilung | Deutscher Familienverband e.V. (DFV)
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Familienwahlrecht am Donnerstag (18. Juni 2009) im Bundestag / Der Zukunft eine Stimme geben!

(Berlin) - Der Deutsche Familienverband appelliert an Politik und Öffentlichkeit, die für Donnerstag (18. Juni 2009) angesetzte Plenarberatung zum Familienwahlrecht für eine ernsthafte und zukunfts-orientierte Debatte zu nutzen: "Auch wenn die Terminkalender jetzt im Wahlkampf und kurz vor Beginn der parlamentarischen Sommerpause noch so voll sind, dürfen wir über der Tagespolitik nicht die Zukunft vergessen. Entscheidungen wie die gerade auf den Weg gebrachte Rekordverschuldung zeigen, wie dringend nötig es ist, auch denjenigen eine Stimme zu geben, die diese Schulden einmal zurückzahlen müssen. Ein Wahlrecht von Geburt an, das zunächst stellvertretend durch die Eltern ausgeübt wird, gibt Kindern und Jugendlichen endlich ein Stimmrecht und damit Einfluss auf Entscheidungen, die sie und ihre Zukunft un-mittelbar betreffen. Denn solange Kinder an der Wahlurne nicht vorkommen, zieht die Zukunft bei politischen Entscheidungen den Kürzeren", so der Präsident des Verbandes Dr. Albin Nees.

Das Wahlrecht ist Kernbestandteil unserer Demokratie und das wichtigste staatsbürgerliche Recht, aber zur Zeit ist ein Fünftel des Staatsvolkes davon ausgeschlossen. Der Deutsche Familienverband fordert deshalb seit Jahren, dass dieses höchste politische Grundrecht für jeden Menschen ab Geburt gilt, auch für Kinder und Jugendliche. Solange sie noch zu jung sind, um ihren Einfluss selber nutzen zu können, sind die Eltern die besten Treuhänder. Denn sie haben ein ureigenes Interesse an der Zukunft ihrer Kinder und ein starkes Gefühl dafür, dass sie nicht nur für ihre eigene Gegenwart verantwortlich sind. Der fraktionsübergreifende Antrag zur Einführung eines Wahlrechts von Geburt an, hinter dem immerhin die ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt und mehrere Bundestagsvizepräsidenten stehen, zeigt dafür einen Weg auf, der den großen Wahlrechtsgrundsätzen unserer Verfassung entspricht.

"Gerade wegen der hohen Bedeutung des Wahlrechts erfordert jede Änderung eine ehrliche Diskussion über Chancen und Risiken. Aber diese Fragen dürfen die Offenheit für Neues und Notwendiges nicht lähmen. Es ist bedauerlich, dass sich der Bundestag für diese wichtige Debatte nicht mehr Zeit nimmt als eine halbe Stunde und keinen besseren Termin findet als mitten in einer rekordverdächtigen Tagesordnung, die bis in die frühen Morgenstunden reicht. Um so mehr wünsche ich der mutigen Initiative trotzdem ausgeschlafene Abgeordnete, die dieses Thema so ernst nehmen, wie es das verdient. Bleiben Sie wach, es lohnt sich", so Verbandspräsident Albin Nees.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Familienverband e.V. Pressestelle Luisenstr. 48, 10117 Berlin Telefon: (030) 30882960, Telefax: (030) 30882961

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