Feindeslisten: Drohungen ernst nehmen
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Ermittlungsbehörden auf, endlich aktiv zu werden und die Bedrohung durch sogenannte Corona-Leugner und die Querdenker-Bewegung ernst zu nehmen.
Zuletzt kursierten in Chatgruppen der Corona-Protestierenden "Feindeslisten" mit den Namen von gut 170 Journalisten, Politikern und Personen, die sich unter anderem gegen Antisemitismus und Rassismus engagieren.
"Solche Listen haben wir zuletzt beim sogenannten NSU 2.0 gesehen. Das ist ein übler Versuch der Einschüchterung für diejenigen, die auf den Listen stehen und damit als Ziele für Drohungen, Beleidigungen und Schlimmeres markiert werden", erklärt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. "Schon allein auf einer solchen Liste zu stehen, kann für Journalistinnen und Journalisten bedrohlich sein und auch bei anderen möglicherweise zur Selbstzensur führen, um erst gar nicht auf einer solchen Liste zu landen."
Die Ermittlungsbehörden müssten diese Entwicklung endlich ernst nehmen und die Corona-Protestbewegung genau beobachten. "Neben berechtigter Kritik an den Maßnahmen sehen wir leider zunehmend Antisemitismus, Rassismus, Verschwörungsideologien und Demokratiefeindlichkeit, die sich auch in verbalen und körperlichen Angriffen auf Journalisten bahnbrechen", so Überall.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Pressestelle
Torstr. 49, 10119 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

