Pressemitteilung | Verbraucherzentrale Bayern e.V.
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Fleischskandal und kein Ende? / Schluss mit Kompetenzstreitigkeiten / Verbraucher hat Anspruch auf sicheres Fleisch

(München) - „Dieser vierte Fleischskandal macht die Bürger wütend und ratlos“, so beschreibt die Verbraucherzentrale Bayern die derzeitige Stimmung. Eine effiziente Lebensmittelkontrolle, eine bessere Koordination zwischen Bund und Ländern, härtere Strafen für Betrüger und ein praktikables Verbraucherinformationsgesetz – diese Forderungen liegen auf dem Tisch der verantwortlichen Politiker. Auch die bayerischen Verbraucherschützer halten diese Maßnahmen im Prinzip für wichtig. „Doch was hilft das dem Konsumenten jetzt?“, fragt sich Marion Breithaupt-Endres, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Bayern. Sie kritisiert, dass das derzeitige Gerangel von Bund und Land dem Verbraucher nur wenig nutzt. Nach Ansicht der Ernährungsexpertin gibt es keine Möglichkeit, sich in Gaststätten oder am Döner-Imbiss vor Gammelfleisch zu schützen. Auf dem Teller ist die Fleischqualität nach dem Würzen und Zubereiten kaum mehr zu erkennen. „Hier liegt eine besondere Verantwortung bei den Wirten und Anbietern, nur einwandfreies Fleisch weiter zu verarbeiten. Es darf nicht sein, dass Abnehmer einfach wegschauen und sich nicht zuständig fühlen“, so Breithaupt-Endres.

Im Supermarkt oder in der Metzgerei können Verbraucher allerdings über die Qualität mitentscheiden. „Wer auf regionale Produkte achtet und eine tiergerechte oder ökologische Haltung unterstützt, weiß eher, was auf den Teller kommt, als Käufer anonymer billiger Massenware“, so die Verbraucherzentrale. Sie appelliert an die Konsumenten, beim Kauf von Fleisch sehr viel entschiedener auf Qualität zu setzen. Immer nur billig, könne auf Dauer nicht gut gehen. Was beim Fleischeinkauf zu beachten ist und woran man Qualität erkennt, darüber informiert die Verbraucherzentrale im Internet unter www.verbraucherzentrale-bayern.de. Auskunft zu den Fleischskandalen gibt es auch telefonisch unter Tel. 01805 – 82 92 32 (12 Cent/Minute).

Quelle und Kontaktadresse:
Verbraucherzentrale Bayern e.V. Pressestelle Mozartstr. 9, 80336 München Telefon: (089) 539870, Telefax: (089) 537553

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