GEW kritisiert überraschende Zwangsräumung der Uni
(Frankfurt am Main) - Etwa 25 Studentinnen und Studenten verblieben über die Weihnachtstage in der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität, um die Besetzung des Audimax fortzusetzen. Die Besetzer wollten mit ihrem friedlichen Protest auch über den Jahreswechsel hinaus ihren Einsatz für bessere und demokratischere Lern- und Arbeitsbedingungen an Schulen und Hochschulen fortsetzen. Sie dokumentierten mit ihrer Aktion, dass die vage in Aussicht gestellten Verbesserungen an der Organisation der Bachelor- und Masterstudiengänge nicht geeignet sind, die Situation nachhaltig zu entspannen und ein vertieftes und intensives Studium zu ermöglichen. Auch die Forderung nach der Abschaffung von Studiengebühren wurde gerade einmal mit dem Angebot eines Gesprächs über deren Höhe beantwortet. Nach der Sperrung sämtlicher Zugänge zur Universität über die Weihnachtstage wurde das Audimax am frühen Montagmorgen (28. Dezember 2009) zwangsgeräumt.
Dazu Gele Neubäcker, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern: "Das Aushungern der Besetzer über Weihnachten und die frühmorgendliche Räumung des Audimax, noch dazu mit der Begründung, die Besetzung sei für das Personal untragbar geworden, wird die Proteste nicht beenden. Wir zeigen uns mit den Schülerinnen und Schülern und sowie den Studentinnen und Studenten solidarisch und ermuntern sie, sich auch weiterhin mit friedlichen Mitteln für ein demokratisches Bildungswesen und gute Studienbedingungen einzusetzen. Von Universitätsleitung und Politik erwarten wir, sich ernsthaft mit den Protestierenden und ihren Forderungen auseinanderzusetzen sowie konkrete Zusagen für umgehende Verbesserungen."
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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