Hitzewelle zeigt: Ohne Gartenbau keine lebenswerte Stadt
(Berlin) - Angesichts der aktuellen Hitzewelle weist der Zentralverband Gartenbau (ZVG) auf die zentrale Rolle des Gartenbaus für lebenswerte Städte hin. Pflanzen, Grünflächen und begrünte Infrastrukturen tragen maßgeblich dazu bei, urbane Hitze zu reduzieren und besonders belastete Bereiche wirksam zu entlasten.
„Die hohen Temperaturen machen sichtbar, was lange bekannt ist: Städte ohne ausreichend Grün heizen sich massiv auf“, erklärt ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf. Pflanzen seien kein nice-to-have, sondern essenzieller Bestandteil der Klimaanpassung.
Begrünte Flächen wirken wie natürliche Klimaanlagen. Sie senken nachweislich die Umgebungstemperatur, verbessern die Luftqualität und steigern die Aufenthaltsqualität in Städten. Stadtbäume, Parks sowie Dach- und Fassadenbegrünungen tragen ebenso dazu bei wie entsiegelte und bepflanzte Flächen im Straßenraum. Gerade in dicht bebauten Quartieren können sie spürbare Entlastung bringen. Eine oft unterschätzte Rolle kommt dabei den Friedhöfen zu. Als große, zusammenhängende Grünräume tragen sie erheblich zur Abkühlung bei, wirken als Rückzugsorte in Hitzeperioden und sind wichtige Frischluftschneisen innerhalb der Städte.
Zugleich macht die anhaltende Hitze deutlich, dass bisherige Konzepte an ihre Grenzen stoßen. Die Klimaveränderungen führen zu neuen Standortbedingungen für Pflanzen und neue Anforderungen an Planung und Pflege. „Neue Verhältnisse brauchen neue Lösungen. Deshalb müssen Forschung und Wissenschaft noch stärker in die Entwicklung klimaresilienter Stadtbegrünung eingebunden werden“, betont Kähler-Theuerkauf.
Der ZVG fordert, die aktuelle Hitzewelle als Weckruf zu verstehen und die Klimaanpassung im urbanen Raum entschlossen voranzutreiben. Kommunen brauchen verlässliche finanzielle Unterstützung für Begrünungsmaßnahmen, klare Vorgaben für die Integration von Pflanzen in die Stadtplanung und praktikable Förderinstrumente, um Maßnahmen schnell umzusetzen. Auch die Gartenbauwissenschaften müssen dabei eingebunden und so gefördert werden, wie im „Maßnahmenpaket Zukunft Gartenbau“ aufgeführt.
„Investitionen in Grün sind Investitionen in Gesundheit, Lebensqualität und die Zukunftsfähigkeit urbaner Räume“, unterstreicht die ZVG-Präsidentin.
Als Branche mit umfassender Expertise in Planung, Produktion und Pflege von Pflanzen stehe der Gartenbau bereit, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen. Die Betriebe lieferten nicht nur die Pflanzen, sondern auch das Know-how für klimaresiliente Städte.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) - Geschäftsstelle Berlin, Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin, Telefon: 030 200065-0
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