Juristenausbildung: DAV begrüßt NRW-Reforminitiative und fordert erneut eine echte Anwaltsausbildung
(Berlin) - Der Deutsche Anwaltverein (DAV) begrüßt die Initiative der nordrhein-westfälischen Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (1), die stockende Diskussion um die Reform der Juristenausbildung voranzutreiben. Es darf nicht sein, dass die deutsche Juristenausbildung sich abkoppelt von der europäischen Entwicklung, so DAV-Präsident Rechtsanwalt Hartmut Kilger. Sich der Diskussion über eine Umstellung des Jurastudiums auf Bachelor- und Master-Studiengänge zu verweigern wäre fatal. Dabei gehe es nicht um europäische Harmonisierung um jeden Preis. Vielmehr sehe der DAV die Gefahr, dass ein weiteres Beharren auf der herkömmlichen Studienstruktur dazu führe, dass die juristischen Fakultäten auch innerhalb der Universitäten ausgegrenzt würden.
Reformen in der universitären Juristenausbildung allein reichen nach Auffassung des DAV allerdings nicht aus. Dringend notwendig sei eine Reform der postuniversitären Juristenausbildung.
Nach Ansicht des DAV ist das nordrhein-westfälische Konzept daher nicht geeignet, das dringendste Problem der Anwaltschaft zu lösen: Endlich eine echte Anwaltsausbildung einzuführen. Der DAV hält an seiner Forderung nach Einführung einer Spartenausbildung fest, nach der Anwalt nur werden kann, wer bei einem Anwalt den Beruf erlernt hat. Der DAV wird im Herbst 2006 einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Spartenausbildung vorlegen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher AnwaltVerein e.V. (DAV)
Swen Walentowski, Pressesprecher
Littenstr. 11, 10179 Berlin
Telefon: (030) 7261520, Telefax: (030) 726152190
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