KEF-Bericht: Sparkurs auf Kosten der Journalisten beenden
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband steht der Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Sender (KEF) kritisch gegenüber, den Rundfunkbeitrag ab 2017 auf 17,21 Euro abzusenken. Die KEF lasse dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk keinen finanziellen Spielraum, um die Honoraretats für die freien Journalisten anzuheben, kritisiert DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall. Und die fest angestellten Redakteure hätten spürbar mit dem anhaltenden Personalabbau zu kämpfen, weil mehr Leistung bei niedrigerem Personalbestand erwartet werde: "Das kann nicht fortgeschrieben werden." Die öffentlich-rechtlichen Sender hätten Sparauflagen der KEF in zum Teil unverantwortlichem Umfang bei festen und freien Mitarbeitern abgeladen.
ARD und ZDF müssten sowohl den Informationsanteil am Programm als auch die journalistische Qualität der Beiträge weiter ausbauen, fordert Überall. "Nur so lässt sich der Glaubwürdigkeitskrise der Medien begegnen." Dafür sei aber nicht weniger, sondern mehr Geld erforderlich. Die Ministerpräsidenten wären schlecht beraten, wenn sie in diesem zentralen Punkt der KEF folgten.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV), Bundesgeschäftsstelle
Hendrik Zörner, Pressesprecher
Charlottenstr. 17, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
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