Neubauten von der Mietpreisbremse ausnehmen - GdW begrĂŒĂt Signal von Bundesjustizminister Heiko Maas
(Berlin) - Die Wohnungswirtschaft begrĂŒĂt die AnkĂŒndigung von Bundesjustizminister Heiko Maas, bei der Mietpreisbremse ĂŒber eine Ausnahme fĂŒr Neubauten - ĂŒber die erstmalige Vermietung hinaus - diskutieren zu wollen. "Das Signal des Bundesjustizministers, klare Konstruktionsfehler der Mietpreisbremse aus dem Verfahren zu nehmen, ist sehr lobenswert. Denn in der bislang geplanten Fassung hĂ€tte die Mietpreisbremse genau das Gegenteil von dem verursacht, was eigentlich das Ziel hinter dem Gesetzesentwurf war: Sie hĂ€tte den Bau dringend notwendiger bezahlbarer Wohnungen verhindert", erklĂ€rte Axel Gedaschko, PrĂ€sident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.
Jenseits von politischem Taktieren sei ein AuĂenvorlassen von Neubauten bei der Mietpreisbremse ein Sieg der Vernunft, so der GdW-Chef. Denn nur so könne die Investitionsbereitschaft in den Wohnungsneubau erhalten werden, wie auch der Bundesjustizminister erkannt habe. "Wohnungsneubau ist das einzige probate Mittel, um dem Nachfrage-Boom in den deutschen BallungsrĂ€umen und dadurch steigenden Mieten entgegenzuwirken", erklĂ€rte Gedaschko. "Deshalb muss nun denjenigen LĂ€ndern und Kommunen, die das Instrument der Mietpreisbremse nutzen wollen, die Verpflichtung zu einer aktivieren Wohnungsbaupolitik gesetzlich ins Stammbuch geschrieben werden." Die Kopplung der Mietpreisbremse an ein MaĂnahmenpaket zur Behebung des Wohnungsmangels sei nicht zuletzt ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, das bislang nicht im Gesetzestext zur Mietpreisbremse verankert wurde.
"Neubau muss sich letztlich fĂŒr Mieter und Vermieter rechnen", so Gedaschko. Der GdW appelliert daher an Bund, LĂ€nder und Kommunen, den Wohnungsbau in den Ballungsregionen zielgerichtet zu fördern, um fĂŒr viele Mieter untragbar hohe Preise zu verhindern. Dies könne insbesondere durch das Bereitstellen von preiswerten BaugrundstĂŒcken in ausreichendem Umfang geschehen, so Gedaschko. Zudem mĂŒssten die LĂ€nder die Mittel fĂŒr die soziale Wohnraumförderung unbedingt zweckgebunden und regional gezielt einsetzen.
Quelle und Kontaktadresse:
GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
Pressestelle
Mecklenburgische Str. 57, 14197 Berlin
Telefon: (030) 824030, Fax: (030) 82403199
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