Ohne Verbeamtungsregelung wird Berlin bei der Bildung abgehängt
(Berlin) - Eine deutliche Warnung an den Berliner Senat richtete der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger. Er betonte: "Angesichts des dramatischen Lehrermangels und der massiven Abwerbeaktionen durch Hamburg und Brandenburg wird Berlin in Kürze Hunderte von hochqualifizierten Lehrerinnen und Lehrern verlieren, wenn es seinen Lehrkräften nicht mehr Sicherheit und bessere Bezahlungsbedingungen bietet. Ohne Rückkehr zur früheren Verbeamtungspraxis wird Berlin im Länderwettrennen um die besten Lehrkräfte abgehängt werden! Berlin muss jetzt handeln, morgen kann es schon zu spät sein!".
Der Verbandschef erinnerte daran, dass trotz der gewährten finanziellen Zulagen Berlins angestellte Lehrkräfte nach wie vor bis zu 500 Euro netto weniger verdienten als ihre verbeamteten Kollegen in Brandenburg. Die Verbeamtung von Lehrkräften sei aber nicht nur eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit im Wettlauf um die besten Lehrer und damit um Bildungsqualität, sondern auch eine inhaltliche Frage, so Meidinger.
Vorrangig der Beamtenstatus sichere Lehrern den notwendigen pädagogischen Freiraum sowohl gegenüber dem Arbeitgeber und Dienstherrn als auch gegenüber Einflussnahmen von Betroffenen. "Wer überdies nicht will, dass Schulen und Schüler bei Arbeitskämpfen in Geiselhaft genommen werden, muss Lehrer verbeamten, so wie es fast alle anderen Bundesländer praktizieren!", ergänzte der Verbandsvorsitzende.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Philologenverband e.V. im DBB
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