Politik und zivilgesellschaftliche Akteure müssen an einem Strang ziehen
(Berlin) - "Politik und zivilgesellschaftliche Akteure müssen die Frage nach der Unterbringung von Flüchtlingen gemeinsam mit Blick auf die Bedürfnisse von Flüchtlingen lösen", fordert Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich der heutigen Anhörung zur Änderung des Bauplanungsrechts.
Eine Unterbringung von schutzsuchenden Flüchtlingen in Gewerbegebieten, Zelten oder Hallen könne nur eine kurzfristige Notlösung sein. "Ärzte, Beratungs- und Einkaufsmöglichkeiten, Kitas und Schulen müssen erreichbar sein", konkretisiert Neher. "Flüchtlinge müssen einen Platz in der Mitte der Gesellschaft haben, statt abgelegen in Sammelunterkünften isoliert zu sein. Nur so kann Integration gelingen." Notwendig sind tragfähige und nachhaltige Lösungen, die bundesweit verbindliche Standards beinhalten. Grundsätzlich müssten Flüchtlinge die Möglichkeit haben, in Privatwohnungen statt in Sammelunterkünften zu leben.
Allein aufgrund der derzeitigen Krisen und Kriege wird in den kommenden Jahren die Zuwanderung von Flüchtlingen nicht abreißen. Umso notwendiger ist es, dass nun die vielen hochengagierten zivilgesellschaftlichen Akteure und die Politik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene nach bedarfsgerechten Lösungen suchen.
Auch die Bevölkerung muss über die Situation der zu uns kommenden Menschen informiert werden. "Sehr viele Menschen fliehen vor furchtbaren Situationen und sind traumatisiert. Sie brauchen in dieser schwierigen Situation Verständnis und Unterstützung", betont Neher.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Caritasverband e.V., Berliner Büro - Haus der Deutschen Caritas
Pressestelle
Reinhardtstr. 13, 10117 Berlin
Telefon: (030) 2844476, Fax: (030) 28444788
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