Pressemitteilung | DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.
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Sachverständigen-Prognose zu Lohnzusatzkosten erfordert 13 Mio Euro Umsatzsteigerung für nur ein Unternehmen

(Berlin) - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft hat die Wachstumsprognose für Deutschland weiter gesenkt. Ohne Reformen drohen die Lohnzusatzkosten mit Anstieg der Sozialbeiträge auf rund 50 Prozent bis 2040 zu explodieren.

Marie-Christine Ostermann, Präsidentin der Familienunternehmer:

„Diese Prognose ist erschreckend und wohl das letzte alarmierende Handlungssignal an die Regierung. Rauft die Koalition sich jetzt nicht zusammen und reißt das Ruder durch Einigung auf Reformen herum, kollabieren unsere Sozialsysteme, und wir laufen auf direktem Kurs, Unternehmertum in Deutschland durch nicht mehr zu schulternden Lohnzusatzkosten regelrecht abzuwürgen.

Konkret würde ein Anstieg auf 50 Prozent der Abgabenquote für ein Familienunternehmen wie meines bedeuten, rund 13 Millionen Euro mehr Umsatz im Jahr erzielen zu müssen, um diesen zusätzlichen Lohnkostenanwuchs schultern zu können. Momentan aber sind derartige Wachstumssteigerungen allein schon aufgrund unserer international wettbewerbsschädlichen Steuer- und Abgabenlast absolut illusorisch. Jeder Anstieg der Lohnzusatzkosten minimiert also den Spielraum für Investitionen und bei vielen Mittelständlern sogar für Ersatzinvestitionen. Von Investitionen in Zukunftstechnologien kann dann gar keine Rede mehr sein.

Die Regierung darf jetzt keine Zeit mehr verlieren, um die Sozialsysteme tiefgreifend zu reformieren. Besonders erschreckend ist die Lage der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung stiegen seit 2005 preisbereinigt um rund 64 Prozent, während die Einnahmen nicht einmal halb so viel zugelegt haben. Allein diese Differenz legt die Misere offen: Nur dadurch droht der Beitragssatz von heute 17,5 auf fast 20 Prozent im Jahr 2040 anzuwachsen.

Wir höhlen unsere Wirtschaftskraft durch immer höhere Arbeitszusatzkosten regelrecht aus.
Soziale Sicherheit ist wichtig, aber sie darf nicht dazu führen, dass Arbeit so unbezahlbar wird, dass Unternehmen schließen müssen und zunehmend Arbeitsplätze wegfallen. Sonst gefährden wir die Grundlage unseres Wohlstands.“

Quelle und Kontaktadresse:
DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V., Birte Siedenburg, Pressesprecher(in), Charlottenstr. 24, 10117 Berlin, Telefon: 030 300650

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