Pressemitteilung | Landesapothekerverband Baden-Württemberg e.V.
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Schnee und Eis: Apotheker helfen wohnungslosen Menschen / Wohnungslosen fehlt Geld für Zuzahlung zu Medikamenten und für Praxisgebühr / 5.000 Euro vom Hilfswerk der Apotheker für Einrichtungen in den Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg

(Stuttgart) - Das Hilfswerk Baden-Württembergischer Apothekerinnen und Apotheker e.V. hat 5.000 Euro an die Caritas Wohnungslosenhilfe im Land überwiesen. Das Geld wird unter anderem dazu verwendet, Menschen ohne festen Wohnsitz bei der Versorgung mit Medikamenten zu unterstützen.

Wohnungslose Menschen können es sich bei einem Tagessatz von knapp 12 Euro nicht leisten, zum Arzt zu gehen. Denn auch für sie fällt die Praxisgebühr an und für Medikamente müssen sie wie jeder andere zuzahlen. "Gerade im Winter brauchen Obdachlose mehr Hilfe. Bei Schnee und Eis kommt es verstärkt zu schwerer Bronchitis, Erkältungen mit Husten oder starkem Fieber", erläutert Fritz Becker, Präsident des Hilfswerks der Apotheker im Land. "Zwar halten ortsansässige Ärzte in den Übernachtungsunterkünften regelmäßig Außensprechstunden ab. Aber auch für die hier verschriebenen Medikamente entstehen Kosten."

Die Caritas in Baden-Württemberg fordert, dass Zuzahlungen für die medizinische Versorgung von wohnungslosen Menschen grundsätzlich wegfallen. Thomas Rutschmann, Diözesanreferent für die Erzdiözese Freiburg, setzt sich als Sprecher einer landesweiten Liga-Arbeitsgruppe für die Regelfinanzierung der medizinischen Ambulanzen ein. "Ob wohnungslose Menschen Zugang zu medizinischen Hilfeleistungen haben, hängt derzeit vom Angebot der jeweiligen Einrichtungen ab", erklärt Sigrid Zwergal, Caritas-Referentin für Wohnungslosenhilfe in Stuttgart. Viele Caritas-Einrichtungen und -Dienste haben Spendenfonds eingerichtet, über die etwa die Zuzahlungen zu den Medikamenten oder die Praxisgebühr finanziert werden.

Die Spendengelder des Hilfswerks der Apotheker fließen in solche Spendenfonds. Auch für Angebote zur Gesundheitsprävention oder für die Zuzahlung zu Brillen und Zahnersatz werden sie verwendet. In der Diözese Rottenburg kommen die Gelder den Wohnsitzlosen in Stuttgart, Balingen, Heidenheim und Esslingen zugute. In der Erzdiözese Freiburg werden die Mittel für Medizinische Ambulanzen in der Wohnungslosenhilfe eingesetzt.

Der Spendenbetrag von 5.000 Euro wird zwischen den beiden Caritas-Verbänden der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese Freiburg aufgeteilt.

Die beiden Caritasverbände Rottenburg-Stuttgart und Freiburg unterhalten über 30 Kontaktstellen und Übernachtungshäuser für wohnungslose Menschen, die teils auch von Kirchengemeinden geführt werden. Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg zwischen Bad Mergentheim und Bodensee 3.900 Einrichtungen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 59.000 Mitarbeiter und 33.000 Ehrenamtliche tätig sind.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. Mit mehr als 2.400 Apothekenleitern sind 90 Prozent aller öffentlichen Apotheken in Baden-Württemberg Mitglied. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 überwiegend weibliche Fachangestellte in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung.

Quelle und Kontaktadresse:
Landesapothekerverband Baden-Württemberg e.V. Pressestelle Hölderlinstr. 12, 70174 Stuttgart Telefon: (0711) 223340, Telefax: (0711) 2233497

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