Pressemitteilung | (SoVD) Sozialverband Deutschland - Landesverband Niedersachsen e.V.
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SoVD-Vorstand: „Wir brauchen mehr Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt“

(Hannover) - Niedersachsens Arbeits- und Sozialminister Dr. Andreas Philippi hat einen Zehn-Punkte-Plan für das Land vorgelegt, mit dem mehr Menschen mit Behinderung einen Job auf dem regulären Arbeitsmarkt finden sollen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen begrüßt die Maßnahmen, mahnt aber auch an, die Pläne jetzt schnell umzusetzen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung stärker einzubeziehen und die Potenziale in Kleinbetrieben stärker zu nutzen.

In Niedersachsen sind Menschen mit Behinderung häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Menschen ohne Behinderung. Ihre Arbeitslosenquote lag im vergangenen Jahr bei 12 Prozent im Vergleich zu 7,6 Prozent. „Menschen mit einer Behinderung haben genauso viel Fachwissen und Motivation wie andere. Sie auf dem regulären Arbeitsmarkt zu beschäftigen, ist nicht nur im Hinblick auf gleichberechtigte Teilhabe wichtig, sondern in Zeiten des Fachkräftemangels dringend notwendig“, betont Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Der erarbeitete Zehn-Punkte-Plan sei deshalb sehr zu begrüßen. „Besonders das sogenannte ‚Job-Carving‘ – also das Anpassen der Jobs an die Betroffenen und nicht andersherum – ist aus unserer Sicht von großer Bedeutung. In den USA gibt es das bereits seit den 1990er Jahren. Auch wir sollten das massiv fördern“, so Kortylak weiter.

Beim Maßnahmenkatalog fehlen dem größten Sozialverband in Niedersachsen allerdings zwei Dinge: eine bessere Verzahnung mit den Werkstätten für Menschen mit Behinderung und eine stärkere Nutzung des Know-hows kleiner Unternehmen. „Hier ist die Beschäftigungsquote der Menschen mit Behinderung in den zurückliegenden Jahren um 33 Prozent gestiegen – und dass ohne eine Verpflichtung. Hier gibt es also positive Erfahrungswerte, die wir dringend nutzen müssen“, fordert der SoVD-Vorstand. Außerdem müssten Werkstätten für Menschen mit Behinderung einen besseren Übergang in den ersten Arbeitsmarkt ermöglichen. „Die Übergangsquote ist bislang viel zu gering“, sagt Kortylak und ergänzt: „Wichtig ist, dass die guten Vorschläge jetzt schnell angepackt werden und an manchen Stellen noch nachgebessert wird. Wir brauchen mehr Menschen mit Behinderung auf dem regulären Arbeitsmarkt.“

Quelle und Kontaktadresse:
(SoVD) Sozialverband Deutschland - Landesverband Niedersachsen e.V., Stefanie Jäkel, Pressesprecher(in), Herschelstr. 31, 30159 Hannover, Telefon: 0511 701480

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