Pressemitteilung | (BDEW) Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
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Stefan Kapferer zum aktuellen Kraftwerke-Papier der GrĂŒnen

(Berlin) - Zum heute von den GRÜNEN vorgelegten Papier zur Rolle von Kohlekraftwerken erklĂ€rt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrung: "Auch im Wahlkampf darf nicht davon abgelenkt werden, dass konventionelle Kraftwerke fĂŒr die jederzeit sichere Energieversorgung heute noch dringend gebraucht werden. Die Stromnachfrage muss bei jeder Wetterlage gedeckt und das Stromnetz stabil gehalten werden. Das gilt besonders in einem System, das zunehmend durch die stark schwankende Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien geprĂ€gt ist.

Konventionelle Kraftwerke sind nicht Gegner, sondern unverzichtbare Partner der Erneuerbaren Energien. FĂŒr die Erneuerbaren gilt zudem richtigerweise der gesetzlich festgelegte Einspeisevorrang: Aufgrund der hieraus resultierenden gesetzlichen Abschaltreihenfolge sind die Netzbetreiber dazu verpflichtet, Erneuerbare-Energien-Anlagen als letzte abzuregeln. Die regionale Verteilung bei der Abregelung von Windkraftanlagen zeigt, dass dies fast ausschließlich in Norddeutschland fernab der Braunkohlereviere erfolgt.

Statische Betrachtungen wie die Bilanzierung von Stromimporten und - exporten am Ende eines Jahres fĂŒhren nicht weiter. Es geht darum, die Stromversorgung rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr zu gewĂ€hrleisten. Wie wichtig die konventionellen Kraftwerke sind, hat uns allen die Dunkelflaute im Januar gezeigt, als ĂŒber Tage kaum Wind wehte und auch die Sonne nahezu keinen Beitrag zur Stromversorgung Deutschlands leisten konnte.

Zu den Kernproblemen gehört, dass Deutschland beim Netzausbau leider deutlich hinterherhinkt. Neue Leitungen sind dringend erforderlich, um die zunehmenden Strommengen aus regenerativen Quellen aufnehmen zu können. Dass es hier hakt, liegt vor allem an politischen WiderstĂ€nden. Dringend erforderlich sind zudem zusĂ€tzliche SpeicherkapazitĂ€ten und -technologien, um den aus Wind- und Solarenergie erzeugten Strom möglichst vollstĂ€ndig nutzen zu können. Der Speicher-Ausbau wird aber durch regulatorische Hemmnisse ausgebremst. Hier muss die kĂŒnftige Bundesregierung schnell Abhilfe schaffen."

Quelle und Kontaktadresse:
(BDEW) Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin Telefon: (030) 300199-0, Fax: (030) 300199-3900

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