Tarifrunde Tageszeitungen geht in entscheidende Phase
(Berlin) - Am morgigen Dienstag, den 11. Juli treffen in Frankfurt am Main die Verhandlungskommissionen von DJV, ver.di und BDZV zur vierten Tarifrunde Tageszeitungen zusammen. Über elf Monate nach dem Auslaufen des alten Gehaltstarifvertrags soll ein Abschluss für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen gefunden werden. Der DJV fordert eine Anhebung der Gehälter und Honorare in Höhe von 3,5 Prozent.
DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff wies noch einmal die Forderungen der Zeitungsverleger nach Spreizung der Berufsjahrstaffel und Veränderungen bei der Stufe ab dem 15. Berufsjahr zurück: "Das würde unter dem Strich ein Minus von 10 Prozent für jeden Redakteur bedeuten", sagte er. "Wir verhandeln nicht mit den Verlegern, um ihnen Geld zu schenken." Der DJV fordere einen gerechten Tarifabschluss, der der Preissteigerung und dem gestiegenen Arbeitsdruck in den Redaktionen Rechnung trage. Engeroff wertete in diesem Zusammenhang die Kündigung des Manteltarifvertrags durch den BDZV zum Jahresende als "durchsichtige Drohgebärde, um die Gewerkschaften für die vierte Verhandlungsrunde gefügig zu machen. Das wird mit uns nicht funktionieren." Es sei an den Verlegern, nach drei Tarifrunden und mehreren Sondierungsgesprächen morgen endlich zu einem konstruktiven Ergebnis zu gelangen.
Über den Stand der Tarifverhandlungen hat DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken die Tageszeitungsredakteurinnen und -redakteure heute in einem offenen Brief informiert. Darin bekräftigte er die Bedeutung der Flächentarifverträge: "Gleiche Arbeitsbedingungen, gleiche Gehälter, gleiche Leistungen - egal ob in Nord oder Süd, West oder Ost - halten wir für wichtige Bestandteile der Tarifpolitik. Wenn die Verlegerforderungen jedoch der Preis für den Erhalt des Flächentarifvertrags sind, dann ist dieser Preis zu hoch", schrieb er. Die vierte Tarifrunde werde zeigen, ob sich die Interessen der Tageszeitungsredakteure am Verhandlungstisch durchsetzen ließen. "Wenn sich die Verleger nicht bewegen, müssen wir zu anderen Aktionsformen greifen."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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