Türkei: Steinmeier ist gefordert
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier auf, sich bei seinem Besuch in der Türkei am morgigen Dienstag für die verfolgten Journalistinnen und Journalisten einzusetzen.
"Die faktische Aufhebung der Pressefreiheit und die systematische Hetzjagd türkischer Behörden auf kritische Journalisten dürfen nicht ohne Antwort des deutschen Außenministers bleiben", erwartet DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Steinmeier müsse seinen Gesprächspartnern klar machen, dass die Einhaltung der Menschenrechte zwingende Voraussetzung für den Fortbestand der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sein müsse. Überall: "Das ist der Außenminister den verfolgten Kollegen in der Türkei schuldig."
Nach Schätzungen sind derzeit mehr als 130 Journalisten in der Türkei in Haft. Die Behörden werfen ihnen Unterstützung des Terrors vor. "Das einzige Delikt, dessen sich die meisten Kollegen schuldig gemacht haben, heißt regierungskritische Berichterstattung", kritisiert der DJV-Vorsitzende. Wie die Türkei es mit der Pressefreiheit halte, zeige die Festnahme des Cumhuriyet-Herausgebers bei seiner Rückkehr aus Deutschland am vergangenen Freitag. Überall: "Verfolgung und Einschüchterung von Journalisten müssen sofort beendet werden."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV), Bundesgeschäftsstelle
Hendrik Zörner, Pressesprecher
Charlottenstr. 17, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
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