Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor Fake-Shops im Netz
(Leipzig) - Wer in der aktuellen Hitzewelle möglichst schnell für Abkühlung sorgen möchte, trifft Kaufentscheidungen häufig spontan. Genau das nutzen betrügerische Anbieter für Kühlgeräte und Co. gezielt aus: Mit aggressiver Werbung in sozialen Medien und im Internet, vermeintlichen Sonderangeboten und außergewöhnlichen Leistungsversprechen setzen sie Verbraucher*innen gezielt unter Kaufdruck. Professionell gestaltete Webseiten erschweren dabei zunehmend die Unterscheidung zwischen seriösen und betrügerischen Angeboten.
Dass hinter vermeintlichen Schnäppchen nicht immer seriöse Anbieter stehen, zeigt ein aktueller Beratungsfall der Verbraucherzentrale Sachsen in Chemnitz. Eine Verbraucherin bestellte nach dem Anklicken einer Werbeanzeige ein tragbares Klimagerät und bezahlte den Kaufpreis über PayPal.
Als anschließend weder eine Bestell- oder Auftragsbestätigung noch weitere Informationen zur Bestellung eintrafen, wurde sie misstrauisch und suchte Rat bei der Verbraucherzentrale Sachsen.
„Professionell gestaltete Online-Werbung vermittelt häufig den Eindruck, dass Verbraucher*innen schnell zugreifen müssen. Vermeintliche Schnäppchen, positive Bewertungen und künstlicher Zeitdruck verleiten viele zu spontanen Kaufentscheidungen. Gerade saisonale Ereignisse wie die aktuelle Hitzewelle nutzen unseriöse Anbieter gezielt aus", erklärt Kevin Bauer, Verbraucherberater in Chemnitz.
Die Verbraucherzentrale Sachsen unterstützte dabei, ein Käuferschutzverfahren bei PayPal einzuleiten. In der Beratung zeigte sich jedoch ein weiteres Problem: „Viele Verbraucher*innen handeln aus Sorge, ihr Geld zu verlieren, sehr schnell. Dabei lohnt es sich, den Sachverhalt zunächst genau zu prüfen. Denn der richtige Reklamationsgrund im Käuferschutzverfahren kann entscheidend dafür sein, ob eine Rückerstattung erfolgreich ist“, sagt Bauer.
Die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt:
• Werbeanzeigen kritisch prüfen und sich nicht von Zeitdruck oder vermeintlichen Schnäppchen zum Kauf verleiten lassen.
• Vor der Bestellung Impressum, Kontaktmöglichkeiten und den Anbieter prüfen.
• Nach der Bestellung Bestell- oder Auftragsbestätigung kontrollieren – auch im Spam-Ordner.
• Bei Problemen frühzeitig handeln und den passenden Reklamationsgrund im Käuferschutz sorgfältig auswählen.
• Bei Unsicherheiten rechtzeitig Beratung in Anspruch nehmen.
Wer Probleme mit einem Online-Kauf oder Fragen zum Käuferschutz hat, kann sich an die Verbraucherzentrale Sachsen wenden. Beratungstermine können online oder telefonisch unter 0341 6962929 vereinbart werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Katharinenstr. 17, 04109 Leipzig, Telefon: 0341 696290
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