Versorgung sichern statt kürzen: 5. Deutscher Psychotherapie Kongress eröffnet mit gesundheitspolitischem Panel
(Berlin) - Mit einem hochkarätig besetzten politischen Eröffnungspanel startet am 9. Juni 2026 der 5. Deutsche Psychotherapie Kongress (DPK) in Berlin. Unter dem Titel „Psychische Gesundheit im Epochenbruch: Versorgung sichern statt kürzen“ diskutieren Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Ausbildung über die Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland.
Im Fokus stehen die aktuellen Honorarkürzungen in der ambulanten Psychotherapie, die Finanzierung psychotherapeutischer Weiterbildung sowie die Folgen gesundheitspolitischer Sparmaßnahmen.
„Psychische Gesundheit ist eine zentrale Zukunftsfrage unserer Gesellschaft. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen seit Jahren, wie wirksam psychotherapeutische Versorgung ist. Gerade in Zeiten multipler Krisen sollte Gesundheitspolitik deshalb darauf ausgerichtet sein, wirksame Versorgung nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.“, erklärt Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs).
Auch die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) sieht dringenden politischen Handlungsbedarf:
„Die aktuellen Honorarkürzungen senden ein fatales Signal in einer Zeit steigender psychischer Belastungen. Wer Versorgung schwächt, verlängert Leidenswege und verschärft gesellschaftliche Folgekosten“, so Dr. Christina Jochim und Dr. Enno Maaß, Bundesvorsitzende der DPtV.
Das Panel versteht sich ausdrücklich als Raum für politischen Dialog und kritische Auseinandersetzung. Durch die Teilnahme des Bundesministeriums für Gesundheit werden aktuelle gesundheitspolitische Entscheidungen unmittelbar mit Stimmen aus Versorgung, Wissenschaft und Publikum diskutiert.
„Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit braucht es Raum für ehrlichen Dialog, wissenschaftliche Orientierung und politische Verantwortung“, erklärt Prof. Dr. Rudolf Stark, Vorstandsvorsitzender von unith e.V.
Der 5. Deutsche Psychotherapie Kongress positioniert sich damit klar:
Psychische Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, Bildung, Erwerbsfähigkeit und Lebensqualität. Der Kongress macht deutlich:
Eine zukunftsfähige Gesundheitspolitik muss psychotherapeutische Versorgung sichern, wissenschaftliche Erkenntnisse konsequent nutzen und die Weiterbildung des psychotherapeutischen Nachwuchses nachhaltig finanzieren.
Weitere Informationen:
Der Deutsche Psychotherapie Kongress (DPK) findet seit seiner Erstveranstaltung im Juni 2022 jährlich im Estrel Berlin unter wechselnder wissenschaftlicher Präsidentschaft führender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Klinischen Psychologie und Psychotherapie statt und bringt als größter deutschsprachiger Kongress zur klinischen Psychotherapie Wissenschaft, Praxis, Aus- und Weiterbildung sowie Versorgung auf höchstem fachlichen Niveau zusammen, um aktuelle Erkenntnisse einem breiten Fach- und Fachpolitik-Publikum zugänglich zu machen.
Kongressausrichtende 2026:
Der 5. Deutsche Psychotherapie Kongress – Forum für Klinische Psychologie und Psychotherapie wird von der Fachgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), unith e.V. (Verbund der universitären Aus- und Weiterbildungsinstitute), der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) sowie den Kongresspräsidentinnen Prof. Dr. Hanna Christiansen (Philipps-Universität Marburg) und Prof. Dr. Cornelia Weise (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) ausgerichtet.
Quelle und Kontaktadresse:
DPtV e.V. - Deutsche PsychotherapeutenVereinigung, Hans Stromsdörfer, Pressesprecher(in), Am Karlsbad 15, 10785 Berlin, Telefon: 030 235009-0
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