Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im Januar 2010 / Fasbender: "Leistungsausweitungen bei Hartz IV bringen keinen einzigen Arbeitslosen zurück in Arbeit" / 50.000 offene Stellen in Hessen

(Frankfurt am Main) - Der merkliche Anstieg der Januar-Arbeitslosenzahl auf jetzt 215.652 ist für die Jahreszeit üblich und fällt durch den massiven Wintereinbruch noch etwas stärker aus. Mit Hilfe des Beschäftigungssicherungsnetzes von Unternehmen und Arbeitsverwaltung hält sich der Arbeitsmarkt weiterhin erstaunlich robust. "Nach wie vor unerledigt ist die Aufgabe der Politik, die strukturellen Probleme des deutschen Arbeitsmarktes mit dem höchsten Anteil von Langzeitarbeitslosen unter allen Industriestaaten zu lösen", erklärte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Der dringendste Handlungsbedarf bestehe beim Arbeitslosengeld II. Denn rund zwei Drittel der Arbeitslosen bezögen diese steuerfinanzierte Fürsorgeleistung. Die von gut meinenden Wohlfahrtsanhängern geforderte pauschale Erhöhung von Arbeitslosengeld II würde jedoch keinen einzigen Arbeitslosen zurück in Arbeit bringen, sondern die Arbeitslosigkeit noch weiter zementieren.

"Die überwältigende Mehrheit der arbeitslosen Menschen will arbeiten. Nichts wäre schädlicher, als sie mit überhöhten Sozialtransfers im Arbeitslosengeld-II-Bezug praktisch einzusperren, weil sich die Aufnahme einer regulären Beschäftigung nicht lohnt", erklärte Fasbender. Deshalb müssten die Hinzuverdienstregelungen darauf ausgerichtet werden, möglichst eine Vollzeittätigkeit aufzunehmen. Ersatzlos gestrichen werden müssten die leistungsfeindlichen Zuschläge, die nach Arbeitslosengeldbezug zusätzlich zum Arbeitslosengeld II bis ins vierte Jahr der Arbeitslosigkeit bezahlt werden. "Wer statt der dringend notwendigen Reform von Hartz IV eine populistische Leistungsausweitung verlangt, ist auf dem Holzweg und führt noch mehr Menschen in die dauerhafte Abhängigkeit von Arbeitslosengeld II", erklärte Fasbender.

Hessenweit gibt es mit rund 50.000 eine beachtliche Zahl offener Stellen am ersten Arbeitsmarkt, die zu weniger als der Hälfte bei der Bundesagentur für Arbeit (in Hessen derzeit 22.810) gemeldet sind. Für jeden engagiert Arbeitsuchenden bietet sich damit bei der erforderlichen regionalen und beruflichen Mobilität ein breites Feld von Chancen. Über die Vermittlungsmöglichkeiten der Arbeitsagenturen hinaus sollte deshalb jeder, der Arbeit sucht, auch andere Quellen intensiv ausschöpfen: Von Zeitungsannoncen über Stellenbörsen im Internet bis hin zu privaten Arbeitsvermittlern.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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