VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im März 2010 / Fasbender: "Optionskommunen müssen über Erfolg und Misserfolg bei Arbeitslosengeld II Rechenschaft ablegen"
(Frankfurt am Main) - Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 213.659 Arbeitslose ist jahreszeitbedingt üblich und Zeichen für einen weiter robusten Arbeitsmarkt. "Fast zwei Drittel der Arbeitslosen in Hessen beziehen Arbeitslosengeld II. Lange überfällig war deshalb die jetzt in der Bundes- und Landespolitik nach einem Vorstoß von Ministerpräsident Koch erreichte Einigung für die zukünftige Organisation der Arbeitslosengeld-II-Verwaltung. Neben der dringend erforderlichen Verbesserung der Arbeitsanreize ist eine gut funktionierende Verwaltung zwingende Voraussetzung für bessere Erfolge gegen Langzeitarbeitslosigkeit", sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).
Bedauerlicherweise sei zwar ein durchgehend kommunales Modell jetzt politisch nicht mehr möglich, jedoch sei die Absicherung der hessenweit 13 und bundesweit 69 Optionskommunen ebenso erfreulich wie die beschlossene Ausweitung auf bundesweit bis zu 110 Optionskommunen. "Die notwendige ganzheitliche Unterstützung von Langzeitarbeitslosen ist ureigene Aufgabe der Kommunen, die sowohl den direkten Auftrag der Menschen vor Ort als auch das Handwerkszeug haben. Da die Kommunen im Bereich des Arbeitslosengeldes II ganz überwiegend Geld des Bundes ausgeben, muss sichergestellt werden, dass sie über Erfolg und Misserfolg ihrer Anstrengungen Rechenschaft ablegen. Von erfolgreicher Arbeit sollten die Kommunen auch finanziell profitieren, ebenso wie sie umgekehrt bei schlechter Arbeit ein zumindest begrenztes finanzielles Risiko tragen sollten", sagte Fasbender.
Hessenweit gibt es derzeit rund 67.000 offene Stellen am ersten Arbeitsmarkt, die jedoch nur zu knapp 40 Prozent bei den Arbeitsagenturen gemeldet sind. Schlosser, Mechaniker, Elektriker und Ingenieure werden ebenso gesucht wie Bürokräfte, Warenkaufleute sowie Arbeitnehmer für Gesundheitsberufe, Reinigungsberufe und für die Speisenzubereitung. Innerhalb eines großen Berufsspektrums gibt es auch offene Stellen in selteneren Berufen, wie z. B. als Landwirt, Tierpfleger, Dolmetscher, Bibliothekar oder Künstler. Aber auch für Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung gibt es zahlreiche offene Stellen.
Die leicht positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich auf dem Ausbildungsstellenmarkt fort. Über 60 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, ihr Ausbildungsstellenangebot konstant zu halten. Rund 15 Prozent planen, es zu steigern. Auf dem Hintergrund einer der schwersten Wirtschaftskrisen ist bemerkenswert, dass lediglich 22 Prozent der Unternehmen nach einer Befragung der hessischen Industrie- und Handelskammern beabsichtigen, weniger auszubilden. Berücksichtigt man, dass die Bewerberzahl 2009 um 14 Prozent gesunken sind, ist 2010 trotz Wirtschaftskrise mit einer ausgeglichenen Bilanz auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu rechnen.
Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)
Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation
Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

