"Viel Licht, aber auch Schatten"
(Berlin) - Familienunternehmer-Präsident Patrick Adenauer sieht in dem erreichten Kompromiss zur Erbschaftsteuerreform eine deutliche Verbesserung zum Regierungsentwurf, aber keinen Anlass zu Euphorie.
Die Änderungen am Regierungsentwurf waren dringend nötig und die Lösungen gehen in die richtige Richtung. Zunächst ist es sehr positiv, dass es eine 7-Jahres Option gibt und Familienunternehmen nunmehr auch vollständig steuerfrei vererbt werden können. Damit wird nun doch etwas Ähnliches wie unser altes erbschaftsteuerliche Abarbeitungsmodell Gesetz, das Die Familienunternehmer ASU seit über 12 Jahre gefordert haben. Allerdings geht das mit gravierenden Verschärfungen bei der sog. Lohnsummenregelung einher. Die Neuregelung, dass - nach einem Erbfall binnen 10 Jahren 1000 Prozent der Ausgangslohnsumme erreicht werden müssen, bedeutet eine wirtschaftlich unvertretbare Knebelung. Eine solche passt auch überhaupt nicht in Zeiten einer gerade über uns hereinbrechenden Rezession. Spätestens dann, wenn die Weltfinanzkrise voll auf uns, die Realwirtschaft, überschwappt, brauchen wir ein Mehr an Flexibilität und nicht das Gegenteil. Abzuwarten bleibt noch , wie die Einigung der Koalition zu einem ganz wichtigen Punkt aussieht: nämlich wie das Problem der steuerlichen Doppelbelastung gemildert werden soll. Auch hier geht es noch um die Vermeidung drohender, extremer steuerpolitisch bedingter Kollateralschäden. Jedenfalls bis hierher hat sich der Einsatz - insbesondere der CSU - dem Anschein nach gelohnt.
Quelle und Kontaktadresse:
Die Familien-Unternehmer - ASU e.V. (ASU), Bundesgeschäftsstelle
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