Vier Jahrzehnte wissenschaftliche Arbeit zum Wohl der Tiere
(Bonn) - Die Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes feiert am 26. Juni ihr 40-jähriges Bestehen. Als Fortbildungsstelle im Jahr 1986 in Neubiberg bei München gegründet, hat sie sich zu einem europaweitweit anerkannten Kompetenzzentrum für wissenschaftlich fundierten Tierschutz entwickelt. Dort werden die Grundlagen für die Tierschutzarbeit des Deutschen Tierschutzbundes in Deutschland und Europa entwickelt. Als Diskussions- und Begegnungsstätte dient die Akademie dem Gedankenaustausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft über tierschutzrelevante Fragen. Damit setzt sie wichtige Impulse für eine nachhaltige Verbesserung des Tierschutzes.
„Seit vier Jahrzehnten verstehen wir uns als wissenschaftliche Stimme des Deutschen Tierschutzbundes. Dabei steht der Schutz der Tiere immer an erster Stelle. Mit fundierter Forschung, fachlicher Beratung und beharrlichem Einsatz tragen wir dazu bei, dass Tierschutzbelange in Politik, Verwaltung und Gesellschaft gehört und berücksichtigt werden“, sagt Dr. Esther Müller, Leiterin der Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes, und ergänzt: „Viele Fortschritte im Tierschutz entstehen nicht über Nacht, sondern durch jahrelange Überzeugungsarbeit. Genau diese Aufgabe nehmen wir wahr – sachlich, fundiert und mit großer Leidenschaft für die Tiere.“
Vielfältiges Spektrum an Tierschutzthemen
Die Arbeit der Akademie umfasst ein breites Themenspektrum. Sie berät Tierheime und Privatpersonen zur tiergerechten Haltung von Heimtieren, klärt über aktuelle Tierschutzprobleme wie das Leid frei lebender Katzen, Qualzuchten oder illegalen Welpenhandel auf, und entwickelt Konzepte, mit denen Tierschützer im Ausland Straßentieren helfen können. Um die Situation der Tiere in der Landwirtschaft zu verbessern, setzt sich die Akademie für eine deutliche Weiterentwicklung der gängigen Haltungsbedingungen ein. Hierfür nimmt sie Einfluss auf den Gesetzgeber, den Handel und die Erzeuger, um Standards zu erhöhen, aber klärt auch den Verbraucher auf, um den Zusammenhang von Konsum und Tierschutz zu verdeutlichen.
Darüber hinaus engagiert sie sich für den Schutz von Wildtieren – ob freilebend, im Zoo oder Zirkus - und setzt sich für die Abschaffung von Tierversuchen ein. Dabei spielen die Entwicklung und Förderung von Alternativmethoden eine zentrale Rolle – auch im akademieeigenen Zellkulturlabor. Die Rechtsabteilung unterstützt die im Deutschen Tierschutzbund organisierten Tierschutzvereine und geht juristisch gegen Verstöße im Tierschutz vor. Für Ehrenamtliche und Mitarbeitende aus den Tierschutzvereinen ist die Akademie für Tierschutz Aus- und Fortbildungsstätte. Infoveranstaltungen für interessierte Privatpersonen runden das Seminarangebot ab.
Mit Studien, Publikationen, Fachveranstaltungen und Stellungnahmen hat die Akademie die Arbeit des Deutschen Tierschutzbundes maßgeblich mitbestimmt und zur Weiterentwicklung des Tierschutzes in Deutschland beigetragen. „Auch künftig werden wir die aktuellen Herausforderungen im Tierschutz angehen und den Tieren eine starke Stimme verleihen“, so Müller.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Tierschutzbund e.V., In der Raste 10, 53129 Bonn, Telefon: 0228 604960
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